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04.02.2020, 15:38 Uhr  //  Blaulicht

Widerstand gegen Polizeibeamte nach vermeintlicher Degen-Attacke

Widerstand gegen Polizeibeamte nach vermeintlicher Degen-Attacke
 ar (Bild) PM/kbi (Text) // ohaktuell.sh


Bujendorf - Wie die Polizei mitgeteilt hat, ereignete sich bereits am Sonnabend-Abend in Bujendorf ein vermeintlichen Angriff gegen ein Taxi mit einem Degen. Ein 41-jähriger Ostholsteiner soll damit das Taxi beschädigt haben. Bei der späteren Sachverhaltsklärung leistete der Angreifer erheblichen Widerstand gegen die eingesetzten Polizeibeamten.

Gegen 22:45 Uhr wurden die Einsatzkräfte aus Malente und Scharbeutz nach Bujendorf entsandt, da dort eine Bedrohung mit einem Degen stattgefunden haben sollte. Demnach soll eine Person ein Taxi gerufen haben, dieses jedoch aufgrund von Zahlungsunfähigkeit nicht mehr gewollt haben. Um dem Taxifahrer Nachdruck zu verleihen, sich wieder zu entfernen, habe er gegen die Fahrertür getreten und mit einer Art Degen oder Machete gegen das Fahrzeug geschlagen. Dadurch wurde das Taxi beschädigt.

Der Taxifahrer entfernte sich und rief die Polizei. Die Beamten betraten die Wohnung des Tatverdächtigen und stellten dort auf dem Fußboden einen offenen Degen fest. Als die Beamten diesen zur Sicherstellung an sich nehmen wollten, wurde der Angreifer schlagartig aggressiv. Er versuchte, den Degen aufzuheben, was unterbunden werden konnte. Der aufgebrachte Mann probierte nun, dem mit dem Degen nach draußen gehenden Polizisten zu folgen, indem er einen Beamten schubste und dessen Kollegen mit der Faust gegen den Arm schlug.

Weil ein vernünftiges Gespräch mit der Person nicht möglich war, zogen sich die Streifenwagenbesatzungen letztlich zurück und begaben sich in ihre Fahrzeuge. Der Angreifer stellte sich jedoch so an einen der Streifenwagen, dass dieser nicht gefahrfrei losfahren konnte. Daraufhin öffnete der Beifahrer das Seitenfenster, um den Störer aufzufordern, beiseite zu treten. Daraufhin sprang er mit dem Kopf voran durch das Fenster in den Streifenwagen und erreichte fast die Mittelkonsole.

Das gab den Beamten Gelegenheit, ihm Handfesseln anzulegen. Um weitere Straftaten zu verhindern, sollte er nun dem zentralen Polizeigewahrsam in Lübeck zugeführt werden. Auch hier sperrte der renitente Ostholsteiner sich und versuchte, nach den Polizisten zu treten. Fortwährend sprach er Beleidigungen gegenüber den Beamten aus.

Im Zentralgewahrsam erfolgte eine ärztliche Begutachtung. Ein Atemalkoholtest konnte nicht durchgeführt werden. Jedoch schloss der Arzt aufgrund des Gesamtverhaltens einen Drogenkonsum nicht aus. Dies hatte die Entnahme einer Blutprobe zur Feststellung des Alkohol- und Betäubungsmittelgehalts zur Folge.

Insgesamt wurden gegen den Beschuldigten nun Strafverfahren unter anderen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung, Widerstandes gegen und Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Betrugs und Beleidigung eingeleitet.

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