Cathleen Teege, Fachkoordinatorin für die AEDs bei der Gemeinde Stockelsdorf, Gemeindewehrführer Lars Schöppich und Max Erdmann von der AED-Gruppe der Freiwilligen Feuerwer Mori freuen sich, dass die mobilien Defibrillatoren jetzt im gesamten Gemeindegebiet im Einsatz sind (von links) - Foto: Gemeinde Stockelsdorf/oH
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Stockelsdorf – Die Gemeinde Stockelsdorf hat im Jahr 2025 gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren einen Antrag auf Förderung zur Beschaffung von Defibrillatoren bei der Bluhme-Jebsen-Stiftung gestellt, der jetzt bewilligt wurde. Ziel war und ist es, die notfallmedizinische Ausstattung der Feuerwehren weiter zu verbessern und die schnelle Hilfe bei plötzlichen Herz-KreislaufNotfällen sicherzustellen.

Die Gesamtkosten für die Anschaffung beliefen sich auf rund 9.000 Euro. Mit der beantragten Förderung soll ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit für Bürgerinnen und Bürger aber auch die Einsatzkräfte in der Gemeinde Stockelsdorf geleistet werden.

Konkret sind jetzt noch einmal fünf Defibrillatoren, kurz AED, angeschafft worden. Während die Feuerwehren in den Dorfschaften bereits mit mobilen Defibrillatoren ausgestattet waren, bestand nun der Wunsch, auch die Feuerwehrhäuser im Kernort der Gemeinde Stockelsdorf entsprechend nachzurüsten. Die Geräte werden an den Standorten der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf (Bohnrader Weg 4 A), der Freiwilligen Feuerwehr Mori (Schulweg 1) und bei der Jugendfeuerwehr (Bäckergang 6) installiert.

Darüber hinaus sollen die Freiwilligen Feuerwehren Curau und Eckhorst, die regelmäßig technische Hilfeleistungen übernehmen, mit Defibrillatoren für ihre Einsatzfahrzeuge ausgestattet werden. Hier kommen baugleiche Geräte zum Einsatz, um eine einheitliche Handhabung sicherzustellen.

Somit sind jetzt alle Feuerwehrgerätehäuser und die Jugendfeuerwehr in Stockelsdorf mit mobilen Defibrillatoren
ausgestattet.

„Diese Geräte sind in erster Linie für die Nutzung durch die Bevölkerung in einem Notfall gedacht und für jeden frei zugänglich“, so Cathleen Teege, Koordinatorin der AEDs bei der Gemeinde Stockelsdorf. „Bei einem Notfalleinsatz werden die Helfenden von dem Gerät durch die erforderlichen Schritte per Ansage geführt, so dass jeder in der Lage ist, diese Leben rettenden AEDs zu bedienen.“

Auf den Dorfschaften sind die an den Feuerwehrgerätehäusern montierten Geräte auch bereits mehrfach zum Einsatz gekommen und die Helfer haben so dort bereits mehrere Leben retten können. Gleiches gilt auch für die den AED-Einsatzgruppen auf den Feuerwehrfahrzeugen zur Verfügung stehenden Defibrillatoren.

Zum Einsatz kommen moderne, vollautomatische Defibrillatoren des Typs LIFEPAK CR2 AED WIFI, die sich bereits in den Dorfschaften bewährt haben und weiterhin dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Die Geräte analysieren selbstständig den Herzrhythmus und geben – falls erforderlich – den Schock automatisch ab, ohne dass der Anwender eingreifen muss. Eine Herz-Lungen-Wiederbelebung kann dabei ohne Unterbrechung fortgeführt werden.

Zusätzlich verfügen die Defibrillatoren über einen integrierten Kindermodus, WLAN-Funktion zur Fernüberwachung und Updates sowie eine automatische Anpassung der Lautstärke bei lauter Umgebung.

„Mit der Erweiterung der Defibrillator-Ausstattung stärken wir die Erstversorgung bei medizinischen Notfällen und verbessern zudem auch die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren nachhaltig“, betont Lars Schöppich, Gemeindewehrführer von Stockelsdorf. „Bei der Bedienung kann man nichts falsch machen. Falsch wäre nur, gar
nicht zu helfen. Ich hoffe, wir können den Bürgerinnen und Bürgern die Hemmschwelle nehmen, diese AEDs im Notfall auch wirklich zu benutzen.“


Bürgermeisterin Julia Samtleben ergänzt: „Bereits 2019 haben wir von der Bluhme-Jebsen-Stiftung 20.000 Euro Förderung für die Anschaffung von Defibrillatoren erhalten. Dafür konnten wir neun Geräte anschaffen, acht für die Feuerwehrgerätehäuser auf den Dörfern und ein mobiles für die Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf.

Zwei weitere Geräte wurden 2019 von der Firma Rade Beschichtungstechnik gesponsort. Ich danke allen Unterstützern
sehr. Sie tragen damit enorm zu schnellerer Hilfe bei Herz-KreislaufNotfällen in der Bevölkerung bei! Und die Bürgerinnen und Bürger von Stockelsdorf bitte ich, im Notfall nicht zu zögern, sondern diese Geräte zu nutzen, um Leben zu retten. Ich schließe mich da Lars Schöppich an. Falsch wäre es nur, gar nicht zu helfen!“

Die Gemeinde Stockelsdorf ist gerade dabei, eine öffentliche Schulung zur Nutzung der AEDs zu organisieren. Über den Zeitpunkt und den Veranstaltungsort wird noch einmal gesondert informiert.