Eutin – Gemeinsam mit vielen Gästen und Handwerkerinnen und Handwerkern der beteiligten Firmen wurde das Richtfest für das neue Feuerwehrhaus am Meinsdorfer Weg gefeiert. Damit ist ein weiterer Meilenstein für das Großprojekt erreicht worden. Seit der Grundsteinlegung ist es auf der Baustelle mit großen Schritten vorangegangen.
Bürgermeister Sven Radestock sagte beim Richtfest: „Ich freue mich über den Baufortschritt. Nach der Grundsteinlegung sind wir jetzt beim Richtfest angelangt und danach auf der Zielgeraden für ein top-modernes Feuerwehrhaus für unsere Stadt. Der Neubau bietet unserer Feuerwehr die besten Möglichkeiten, ihre anspruchsvollen und lebenswichtigen Aufgaben zu erfüllen. Ich danke allen am Bau Beteiligten und vor allem den fleißigen Handwerkerinnen und Handwerkern. Die Planung hat lange gedauert, aber es lohnt sich, wie man hier sieht, der Bau wird Maßstäbe setzen.“ Das Winterwetter Anfang des Jahres hatte zu leichten wetterbedingten Verzögerungen geführt. Die Bauarbeiten mussten wegen Eis und Schnee vorübergehend eingestellt werden. Die Unterbrechung wurde genutzt, um die weitere Planung und Ausführung von Fassade und Dächern abzustimmen. Inzwischen sind auch die Planungen für die Metallarbeiten für die Treppe des Übungsturms abgeschlossen.
Die Firma Gollan hat den Rohbau am Meinsdorfer Weg erstellt. Fast sämtliche Stahlbetonwände und -decken sowie die Innenwände aus Kalksandstein wurden schon weitgehend errichtet. Die Leimholzbinder für die Dachkonstruktion wurden von der Firma Grossmann aus Rosenheim trotz verschneiter Fahrbahn termingerecht geliefert und sind jetzt rechtzeitig zum Richtfest von der Firma Hahn Holzbau Zimmerei aus Eutin montiert worden.
Bereits Anfang Mai 2026 sollen die Arbeiten für das Verblendmauerwerk beginnen. Zuvor werden die Fenster eingebaut und die Hallentore zumindest provisorisch geschlossen sein.
Das ist nötig, um möglichst zeitnah mit den Innenarbeiten für das Bauvorhaben beginnen zu können. Dazu gehören neben den Elektro- und Sanitärarbeiten auch weitere Ausbaugewerke in Abhängigkeit des Baufortschritts.
Die Fertigstellung und Übergabe des neuen Feuerwehrhauses ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Wir danken den Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern der angrenzenden Anlage für die gute Zusammenarbeit und Geduld.
Zahlen, Daten, Fakten:
Es wurden bis zum Richtfest circa 3.500 m³ Beton in Fundamenten, Wänden und Decken verbaut und ca. 1.400 m² Kalksandsteinmauerwerk errichtet.
Die Fläche des noch anzubringenden Verblendmauerwerks beträgt circa 770 m² und die ebenfalls noch zu montierende Aluminiumfassade beinhaltet eine Fläche von circa 945 m².
Die Brutto-Grundfläche des Gebäudes beträgt etwa 3.149 m² bei insgesamt 17.093 m³ umbauten Raum. Die Nettogrundfläche liegt später bei circa 2.993 m² mit Nutzflächen von 2.569 m².
Hintergrund Planung:
Geplant ist ein barrierefreier Ersatzneubau eines Feuerwehrhauses unter Anwendung der DIN 14092 (Feuerwehrhäuser) sowie eines gemeinsam mit der örtlichen Wehr erstellten Raumprogramms.
Das neue Feuerwehrhaus wird komplett umfahrbar sein. Die Fahrzeughalle mit sechzehn Stellplätzen wird an der Südseite von einer Waschhalle und einem Waschplatz sowie an der Westseite von einem eingeschossigen Nebenbau für Werkstätten, Lagerflächen und Umkleiden mit Sanitärräumen flankiert.
Im Norden befindet sich ein zweigeschossiger Verwaltungstrakt mit Schulungsräumen, Räumen der Jugend- und Kinder-Feuerwehr sowie Verwaltungsräumen.
Der Parkplatz für die Feuerwehrleute wird mit 116 Stellplätzen westlich und südlich des neuen Baukörpers angeordnet. Der Gebäudezugang erfolgt für die Feuerwehrleute im Alarmfall ebenerdig vom Parkplatz ausgehend sowie mit kurzem Weg zu den Umkleideräumen. Der Weg aus den Umkleideräumen zu den Fahrzeugen in der Halle ist ebenfalls kurz und sicher. Nach den Einsätzen erfolgt der Zugang zu den Umkleiden über eine Schleuse direkt durch die Sanitärräume.
Mit der Umfahrt um das Gebäude können Alarmparkplätze und die Feuerwehrausfahrt künftig räumlich getrennt werden. Die notwendige zweite Fluchttreppe wird als außenliegende Stahltreppe im Norden angeordnet und bildet mit einer vorgelagerten Stahlbetonwand eine Übungswand für die Feuerwehr und gleichzeitig den notwendigen Antennenträger.
Der Bau ist nachhaltig geplant. Unter anderem wird eine Photovoltaikanlage installiert, die bis zu 270 kWh Strom generiert, sodass 90 kWh für den Eigenbedarf in Anspruch genommen werden können und 180 kWh in das Netz der Stadtwerke Eutin eingespeist werden.
Außerdem ist für die Wärmeerzeugung eine Geothermieanlage vorgesehen. Das neue Gebäude wird im KFW 40 Standard errichtet. Darüber hinaus werden einige Parkplätze mit einer Lademöglichkeit für E-Fahrzeuge ausgestattet.









