Foto: Arno Reimann
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Techau – Freitagnacht (19./20.6.) liefen im Rahmen des Produktionsprozesses auf dem Gelände eines Futtermittelgroßhändlers bei Techau (Ostholstein) über 100 Liter Zuckerrübenmelasse aus. Die Masse gelangte ersten Erkenntnissen nach aus den Produktionsstätten in die nahe gelegene Schwartau. In diesem Zusammenhang entdeckten Zeugen am Sonnabend mehrere hundert tote Fische in dem Fluss. Der Fachbereich Umwelt des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Scharbeutz ermittelt jetzt wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung.

Am Sonnabendvormittag fielen Zeugen die vielen toten Fische im Fließgewässer der Schwartau bei Techau unweit des Futtermittelherstellers auf. Ein Teil der Tiere lag bereits unter der Sedimentschicht.

Die Ordnungsbehörde des Kreises Ostholstein und Ermittler des Fachbereiches Umwelt des Polizei- und Autobahnreviers Scharbeutz nahmen den betroffenen Bereich der Schwartau in Augenschein. Es wurden mehrere Gewässerproben entnommen und Sauerstoffmessungen durchgeführt. Den Werten war zu entnehmen, dass es zu einer erheblichen Absenkung der Sauerstoffsättigung in dem Fluss gekommen ist.

Nach bisherigem Ermittlungsstand gelangte die ausgelaufene Zuckerrübenmelasse Freitagnacht vom Produktionsgelände des Futtermittelherstellers in die Schwartau. Die Absenkung der Sauerstoffsättigung in der Schwartau und das dadurch bedingte Sterben der Fische ist nach aktuellen Erkenntnissen auf die eingeleitete Zuckerrübenmelasse zurückzuführen.

In diesem Zusammenhang haben die Polizeibeamten des Fachbereiches Umwelt des Polizei- Autobahn- und Bezirksreviers Scharbeutz die Ermittlungen wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung und des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Die Klärung, wie genau und unter welchen Umständen die Melasse vom Produktionsgelände in die Schwartau gelangte, ist Bestandteil der Ermittlungen.