Die Freuden der Gartenarbeit erleben die Kinder der Johanniter-Kita Seehüpfer mit Christina Tonn, Kitaleiterin, und Erzieherin Finja Guttchen (von links) in der eigenen Kleingartenparzelle. - Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe/oH
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Malente – Was wächst eigentlich aus einem kleinen Samen? Wie viel Pflege braucht eine Pflanze, bevor sie Früchte trägt? Und wie schmeckt selbst angebautes Gemüse? Antworten auf diese Fragen können die Kinder der Johanniter-Kita Seehüpfer künftig direkt in ihrem eigenen Schrebergarten entdecken.

Der Schrebergartenverein Malente e.V. hatte die Kita eingeladen, eine Parzelle zu bewirtschaften. Das Projekt ergänzt die pädagogische Arbeit der Kneipp-Kita und ermöglicht den Kindern wertvolle Erfahrungen mit Pflanzen, Lebensmitteln, Nachhaltigkeit und dem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt.

Vom Pflanzen bis zur Ernte: Kinder übernehmen Verantwortung

Bereits zu Beginn des Projekts haben die Kinder Kartoffeln gepflanzt und warten gespannt auf die erste Ernte. Auch der vorhandene Apfelbaum trägt bereits Früchte. Im Gewächshaus wachsen außerdem Tomaten, Gurken und sogar eine Wassermelone. Die Kinder übernehmen viele Aufgaben selbst: Sie gießen die Pflanzen, entfernen Unkraut zwischen den Erdbeeren und helfen bei der Pflege der Beete.

„Für uns war schnell klar: Das passt wunderbar zu unserer pädagogischen Arbeit“, sagt Einrichtungsleitung Christina Tonn. Die Johanniter-Kita arbeitet nach der Kneipp-Pädagogik. Die fünf Säulen nach Sebastian Kneipp – Wasser, Lebensordnung, Bewegung, Ernährung und Heilkräuter – sind fest im Kita-Alltag verankert. Auch auf dem eigenen Kitagelände sammeln die Kinder Erfahrungen mit der Gartenarbeit und selbst angebauten Nahrungsmitteln: Dort wachsen unter anderem ein Feigenbaum, junge Obstbäume sowie verschiedene Hochbeete, die gemeinsam bepflanzt, gepflegt und geerntet werden.

Christina Tonn freut sich über die vielfältigen Erfahrungen, die die Kinder dabei sammeln: „Sie lernen, wie Obst und Gemüse wachsen, übernehmen Verantwortung für Pflanzen und erleben hautnah, wie viel Geduld, Pflege und Wertschätzung die Natur braucht.“ Neben dem Pflanzenwissen werden also auch motorische Fähigkeiten, Ausdauer, Selbstständigkeit und die Freude am gemeinsamen Arbeiten gestärkt.

Viele helfende Hände machen das Projekt möglich

Bevor die Kinder den Garten nutzen konnten, waren umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Diese wurden in Eigenleistung umgesetzt, um einen sicheren und kindgerechten Ort zum Entdecken und Gärtnern zu schaffen. Unterstützt wurde die Kita dabei von vielen engagierten Helferinnen und Helfern.

Ein besonderer Dank gilt der Firma Gollan, die kostenfrei Mutterboden zur Verfügung stellte. Auch das Buchwald Pflanzencenter unterstützte das Projekt mit einer großzügigen Pflanzenspende, durch die unter anderem Heidelbeerpflanzen ihren Platz im Garten fanden. Zudem halfen Eltern bei gemeinsamen Arbeitseinsätzen tatkräftig mit.

Ein Garten, in dem mehr als Gemüse wächst

Für Christina Tonn steht vor allem eines im Mittelpunkt: „Wir wünschen uns, dass unser Schrebergarten ein Ort bleibt, an dem neben Gemüse und Obst auch Neugier, Gemeinschaft, Verantwortungsbewusstsein und viele schöne Erinnerungen wachsen – begleitet von fröhlichem Kinderlachen und unvergesslichen Gartenerlebnissen.“