Scharbeutz – Vier Etappen, rund drei Kilometer pro Strecke und viele besondere Momente: Mit
der vierten und letzten Etappe zwischen den neuen Seebrücken in Haffkrug und Scharbeutz ist die Premierensaison des Seebrückenschwimmens in der Lübecker Bucht erfolgreich zu Ende gegangen.
Am Sonnabend (8. August) bildete die vierte Etappe des Seebrückenschwimmens das Finale der
neuen Veranstaltungsreihe in der Lübecker Bucht. Bei herrlichem Sommerwetter machten
sich die Schwimmerinnen und Schwimmer von der Seebrücke in Haffkrug auf den rund drei
Kilometer langen Weg bis zur neuen Seebrücke in Scharbeutz. Entlang der Strecke
herrschten beste Bedingungen, am Ziel wurden die Aktiven mit viel Beifall von den Gästen
entlang des Strandes und auf der Seebrücke empfangen. Entspannte Sommerstimmung und
sportlicher Ehrgeiz gingen dabei einmal mehr Hand in Hand.
Auch sportlich blieb das Seebrückenschwimmen-Finale ganz in der Hand eines bekannten
Gesichts: Sebastian Barsch, der auch schon bei den ersten drei Etappen als Erster ins Ziel
gekommen war, sicherte sich auch im Finale den ersten Platz und machte so seinen
Gesamtsieg beim Seebrückenschwimmen 2026 perfekt. Diese vier Etappen zwischen Rettin
und Scharbeutz bildeten in diesem Sommer unter dem Motto „Von Brücke zu Brücke“
erstmals eine sportliche Entdeckungsreise entlang der Küste.
Vier Etappen, viele unterschiedliche Erlebnisse
Die Premierenetappe von Rettin nach Pelzerhaken zeigte, dass das Veranstaltungsformat
von den Aktiven sehr gut angenommen wird, die 150 Startplätze waren nahezu vollständig
vergeben. Auch für die zweite Etappe von Pelzerhaken nach Neustadt in Holstein war die
Nachfrage groß, zusätzlich sorgte TV-Entertainer und Dauerbader Wigald Boning mit seiner
Teilnahme für einen weiteren Höhepunkt des neuen Veranstaltungsformats.
Die dritte Etappe von Sierksdorf nach Haffkrug wurde dann allerdings zu einer besonderen
Herausforderung. Eine Aneinanderkettung in dieser Form unerwarteter Wetter- und
Wasserbedingungen führte dazu, dass sich die Bedingungen in der Ostsee während des
Schwimmens deutlich schwieriger entwickelten als erwartet. Die Veranstaltung wurde
schließlich aus Sicherheitsgründen vorzeitig beendet, mehrere Teilnehmer mussten
zudem mit Anzeichen von Unterkühlung medizinisch versorgt werden.
Für die Organisatoren, die DLRG, Helferinnen und Helfer sowie alle weiteren Beteiligten war
dieser Tag eine einschneidende Erfahrung. Entsprechend intensiv wurde der Ablauf im
Anschluss analysiert und gemeinsam aufgearbeitet. Die Erkenntnisse flossen
sofort in die Planung der finalen Staffel ein, Sicherheitsabläufe und Entscheidungsprozesse
für die vierte Etappe und zukünftige Veranstaltungen dieser Art wurden weiterentwickelt und
angepasst.
Umso größer war die Freude aller Beteiligten über die gelungene vierte Etappe als
Schlusspunkt der ersten Saison des Seebrückenschwimmens. Für dieses Finale war
aufgrund der großen Nachfrage die Zahl der Startplätze sogar von 150 auf 200 aufgestockt
worden. Neben vielen Aktiven aus Norddeutschland und der Region Lübeck und Ostholstein
waren auch dieses Mal wieder weitgereiste Teilnehmer aus München, Potsdam oder
Gütersloh dabei.
Die vier Etappen haben dabei ganz unterschiedliche Facetten des neuen Formats gezeigt:
Vom sportlichen Auftakt bei traumhaftem Sommerwetter über das besondere Erlebnis der
zweiten Etappe mit Wigald Boning bis hin zur herausfordernden dritten Etappe und dem nun
rundum gelungenen Finale mit begeisterten Aktiven und vielen Zuschauern auf den beiden
neuen Seebrücken von Haffkrug und Scharbeutz.
„Mischung aus entspannter Strandatmosphäre und sportlichem Ehrgeiz“
„Wir haben ein tolles Finale unserer neuen Veranstaltungsreihe erlebt“, sagt André Rosinski,
Vorstand der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht, „genau diese Mischung aus
Sommerwetter, entspannter Strandatmosphäre und dem sportlichen Ehrgeiz der
Schwimmerinnen und Schwimmer macht das Seebrückenschwimmen aus.“
Und auch wenn
die dritte Etappe gezeigt habe, dass eine Sportveranstaltung im offenen Meer immer mit
besonderen Herausforderungen verbunden sei, ziehe er insgesamt ein positives Fazit, so
Rosinski: „Die Resonanz von den Aktiven und von den Menschen, die an den Stränden und
Seebrücken zugeschaut und angefeuert haben, war sehr positiv. Das ist für uns ein klares
Zeichen, dass dieses Format angenommen wird.“
Mit dem Zieleinlauf an der Scharbeutzer Seebrücke und der finalen Siegerehrung endete
somit am Sonnabendmittag die erste Saison des Seebrückenschwimmens, dieser neuen
schwimmenden Entdeckungsreise durch die Lübecker Bucht, die unter dem Motto „Von
Brücke zu Brücke“ sportliche Herausforderung, Naturerlebnisse und das Küstengefühl der
Lübecker Bucht auf eine außergewöhnliche Weise miteinander verbindet.
Nun sollen im nächsten Schritt alle Rückmeldungen und Erfahrungen aus den vier Etappen der
Premierensaison zusammengeführt und gemeinsam analysiert werden.
Das Konzept des Seebrückenschwimmens wurde von Sportagentur PALM-SPORTS
gemeinsam mit der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht entwickelt und durchgeführt. Die
DLRG begleitete und sicherte die einzelnen Etappen ab, als Schirmfrau der neuen
Veranstaltungsreihe konnte die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin Sandra Völker
gewonnen werden, die in der Lübecker Bucht lebt und ihre Schwimmschule betreibt.
Die Top3-Finalplatzierungen in den Kategorien der vierten Etappe:
Weiblich mit Neoprenanzug
Barbora Eller Verein Neptun Emden 53:04
Sarah Ziegler Cookiefourlife 56:25
- Anne-Katrin Helmke Winsener Schwimmverein 58:49
- Männlich mit Neoprenanzug
- Sebastian Barsch Ahrensburg 41:49
- Pitt König TSV Schlutup 47:56
- Jesper Matzen Hamburger Schwimmclub 50:12
Weiblich ohne Neoprenanzug - Lene Frenzel Tri-Sport Lübeck 57:24
- Lena Durek DLRG Gütersloh 58:13
- Petra Seemann-Becker SV Poseidon Hamburg 58:20
Männlich ohne Neoprenanzug - Enrico Marin Team Sunshine 21 49:35
- Lasse Jacob Hamburger Schwimmclub 56:59
- Stefan Fiedler DLRG Gütersloh 57:52







