Neumünster – Im Rahmen eines Festakts in den Holstenhallen Neumünster hat Innenministerin Magdalena Finke heute (11. Oktober) 349 Polizeianwärterinnen und Polizeianwärtern den Diensteid abgenommen. Die 114 Frauen und 235 Männer verpflichten sich damit, das Grundgesetz sowie die Verfassung des Landes Schleswig-Holstein zu schützen und zu verteidigen.
In ihrer Rede würdigte Innenministerin Magdalena Finke die angehenden Polizistinnen und Polizisten und unterstrich die zentrale Bedeutung des Eids für ihr tägliches Handeln im Dienst der Gesellschaft. „Sie haben sich entschieden, Polizistinnen und Polizisten der Landespolizei Schleswig-Holstein zu werden. Das ist großartig! Mit Ihrem Eid übernehmen Sie Verantwortung, die weit über das Tragen einer Uniform hinausgeht. Sie werden zu Hüterinnen und Hütern unserer Freiheit, unserer Demokratie und unseres Rechtsstaats.“
Die Ministerin machte deutlich, dass der Diensteid zugleich ein Versprechen an die Bürgerinnen und Bürger ist. Er gebe Orientierung, insbesondere in schwierigen und unübersichtlichen Situationen, und erinnere daran, dass polizeiliches Handeln stets den Grundsätzen des Rechtsstaats verpflichtet ist.
Mit Blick auf die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa betonte Finke zudem die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Landespolizei und Bundespolizei sowie der Bundeswehr. „Bedrohungen kennen keine Grenzen – weder zwischen Staaten noch zwischen Behörden“, sagte die Ministerin. „Die enge Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden ist heute keine Option, sondern eine Verpflichtung gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern.“
Zugleich rückte sie die menschliche Seite des Polizeiberufs in den Mittelpunkt. Neben fachlicher Kompetenz und taktischem Geschick seien Einfühlungsvermögen und Verständnis entscheidend für den Umgang mit Menschen. „Hinter jedem Fall steht ein Mensch mit einer Geschichte. Ihre Fähigkeit zuzuhören und zu verstehen, ist genauso wichtig wie ihre taktischen Fertigkeiten“, betonte Finke.
Abschließend appellierte die Innenministerin an die Nachwuchskräfte, Verantwortung zu übernehmen, Vorbilder zu sein und sich fachlich wie persönlich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei komme es besonders auf Mut, Empathie und Integrität an. „Seien sie Vorbilder. Ihr Verhalten prägt das Bild der Polizei in den Augen der Bevölkerung. Mut bedeutet nicht, keine Angst zu kennen. Mut bedeutet, trotz Unsicherheit das Richtige zu tun. Genau dafür stehen Sie heute hier.“
Die Nachwuchskräfte der Schutzpolizei, Wasserschutzpolizei und der Kriminalpolizei haben kürzlich ihre zweieinhalbjährige Ausbildung beziehungsweise ihr dreijähriges Studium begonnen. Auf dem Ausbildungsplan stehen unter anderem rechtliche Grundlagen, taktisches Vorgehen, Kommunikation und ethische Fragen des Polizeiberufs. Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung beziehungsweise ihres Studiums werden sie zu Polizeiobermeisterinnen und Polizeiobermeistern oder zu Kommissarinnen und Kommissaren ernannt.









