Hauptbahnhof Lübeck - Foto: Arno Reimann
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Lübeck – Im Stadtteil St. Lorenz Süd hat sich am Sonntagabend (25.1.) eine Raubstraftat ereignet. Den vorliegenden Hinweisen nach soll ein bisher unbekannter Tatverdächtiger in Bahnhofs- und ZOB-Nähe einem 21-Jahre alten Ostholsteiner das Handy entrissen und ihn im weiteren Verlauf mit einer Schreckschusswaffe mehrfach beschossen haben. Der Angreifer flüchtete mit dem Raubgut. Der leichtverletzte Geschädigte und eine unbeteiligte Zeugin meldeten den Vorfall bei der Polizei. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen und sucht weitere Zeugen.

Zugetragen hat sich das Tatgeschehen am Sonntagabend gegen 19.20 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt ging der 21 Jahre alte Ostholsteiner die Straße Beim Retteich entlang und traf dort auf den Tatverdächtigen. Der Tatverdächtige soll den 21-Jährigen zunächst angesprochen und um Hilfe bei der Suche nach einer Busabfahrtszeit gefragt haben. Dazu sollte der Ostholsteiner auf seinem Handy nachschauen. Der 21-Jährige wollte behilflich sein und zückte sein Handy. In diesem Zusammenhang entriss der Unbekannte dem Geschädigten das Mobiltelefon und lief weg.

Der junge Mann lief dem Unbekannten hinterher. In diesem Zusammenhang soll der Tatverdächtige plötzlich eine Schreckschusspistole hervorgeholt, den Geschädigten damit bedroht und mehrfach beschossen haben. Anschließend flüchtete der Angreifer über die Hermann-Lange-Straße zur Hansestraße fuhr von dort mit einem Fahrrad in Richtung des ZOB.

Der Mann aus dem Kreis Ostholstein zog sich leichte Verletzungen zu und ging direkt im Anschluss zur Bundespolizei am Hauptbahnhof. Eine unbeteiligte Zeugin hatte das Geschehen ebenfalls beobachtet und begab sich deshalb zum nahe gelegenen 2. Polizeirevier Lübeck. Eingeleitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen führten nicht zur Ergreifung des Flüchtigen.

Das Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Der bisher vorliegenden Beschreibung nach soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen circa 20 bis 25 Jahre alten und etwa 180 cm großen Mann von schlanker Statur gehandelt haben. Er hatte helle Haut, die Person wird als westeuropäisch aussehend beschrieben und sie sprach Deutsch ohne Akzent. Zur Tatzeit soll der Mann mit einer dunklen Hose und einer blauen Jacke bekleidet gewesen sein, ferner führte er einen schwarzen Rucksack mit sich.

Zeugen, die Angaben zu diesem Mann machen können oder denen diese Person am Sonntagabend im Bereich des Bahnhofs oder des ZOB aufgefallen ist werden gebeten, sich bei der Lübecker Kriminalpolizei unter der zentralen Rufnummer 0451-1310 zu melden.