Foto: Arno Reimann
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Lübeck – In einem Bus sind in der Lübecker Innenstadt mehrere Jugendliche in Streit geraten. In diesem Zusammenhang sprühte eine 14-Jährige einem 17 Jahre alten Jungen Pfefferspray ins Gesicht. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen.

Zugetragen hatte sich der Streit in der Nacht zu Sonntag (8.2.) gegen 0.20 Uhr in einem Bus der Linie 5, der zu diesem Zeitpunkt die Krähenstraße in Richtung Innenstadt befuhr. Gemäß vorliegender Sachlage soll es während der Fahrt zwischen zwei Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren sowie einem 17 Jahre alten Jugendlichen zunächst zu Beleidigungen und einer Körperverletzung aufgrund eines Schlages ins Gesicht gekommen sein. Im weiteren Verlauf soll die 14 Jahre alte Lübeckerin (Staatsangehörigkeit: deutsch) dem 17-Jährigen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben. Durch das versprühte Spray erlitt auch ein 17 Jahre alter Unbeteiligter Schmerzen im Halsbereich.

Der Fahrer stoppte kurz darauf und öffnete alle Türen des Busses, damit das Reizgas entweichen und auch die weiteren unbeteiligten Fahrgäste den Bus verlassen konnten. Weitere Fahrgäste sollen durch den Einsatz des Pfeffersprays nach aktuellem Stand nicht verletzt worden sein.

Alle jugendlichen Beteiligen wurden im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen den Erziehungsberechtigten übergeben, die Polizei leitete Strafverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung und gefährlichen Körperverletzung ein. Im Rahmen der Ermittlungen werten die Beamten zur Rekonstruktion des Tathergangs Zeugenhinweise und auch vorhandene Videoaufzeichnungen aus.