Foto: Arno Reimann
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Stockelsdorf – Anlässlich der Olympischen Spiele in diesem Jahr haben sich die Stockelsdorfer Gleichstellungsbeauftragte Gudrun Dietrich und Juliane Hagenström von der Bücherliebe gefragt, warum früher nur wenige oder gar keine Frauen dabei waren.

Antworten liefert der aktuelle, sehr gut recherchierte Roman der Erfolgsautorin Lena Johannson „Aufgeben können die anderen“.

Am Dienstag (21. April) um 19 Uhr liest und erzählt die Autorin im Rathaus der Gemeinde Stockelsdorf, dass erst seit zwei Jahren genau so viele Frauen wie Männer bei den Olympischen Spielen antreten, und wie steinig der Weg bis dahin war.

Ende des 19. Jahrhunderts durfte sich die Sportwelt über die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit freuen. Frauen waren von den Wettbewerben ausgeschlossen. Die Französin Alice Milliat wollte sich nicht damit abfinden, ihr turbulentes Leben und ihr Einsatz für das Recht der Athletinnen ist das zentrale Thema des Romans. Für Alice Milliat wäre dabei sein wirklich alles gewesen!

Historische Bild- und Filmaufnahmen entführen das Publikum zurück zu den Anfängen Olympischer Neuzeit – ohne Frauen. Die sind erst auf späteren Abbildungen zu sehen, in langen Kleidern und bei den wenigen Sportarten, die ihnen zugestanden wurden. Anhand von Zeitungsartikeln führt Autorin Lena Johannson dem Publikum vor Augen, wie viel Hohn und Spott über die Athletinnen ausgeschüttet wurde.

Die kleine Reise durch die Geschichte weiblicher Wettkämpfe ist mit Ausschnitten aus dem Roman und vielen amüsanten oder absurden Fakten aus der Sportwelt verwoben.

Eintrittskarten gibt es für 12 Euro in der Bücherliebe. Damit Kultur für alle erschwinglich ist, können auf Vertrauensbasis Tickets für 5 Euro erworben werden. (Text: Lena Johannson, Gudrun Dietrich)

Foto: ©Lena Johannson/oH