Foto: Arno Reimann
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Lübeck – Beim 4. Kammerkonzert aus der Konzertreihe des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck am 30. März im Scharbausaal der Stadtbibliothek stehen Werke von Carl Czerny und Johannes Brahms auf dem Programm.

Der Name Carl Czerny ist in der Musikwelt heute vor allem mit Klavieretüden zur Fingerfertigkeit verbunden, dabei hat dieser illustre Musiker auch eine beachtliche Sammlung brillanter Kammermusikwerke hinterlassen. Ein besonders kostbares Exempel stellt sein »Premier Grand Trio« in Es-Dur dar, das im Sterbejahr Beethovens, 1827, in Wien entstand und stilistisch den Weg in die Romantik weist.

Czerny gießt darin ein ganzes Füllhorn eingängiger melodischer Einfälle aus. Die aparte Instrumentalkombination aus Klavier, Geige und Horn teilt das Stück ebenso wie die Tonart mit dem einige Jahrzehnte später geschriebenen Trio op. 40 von Johannes Brahms, das im zweiten Teil dieses Kammerkonzerts erklingt. Brahms hatte seit seiner Kindheit eine besonders emotionale Beziehung zum Klang des Horns, das er auch selbst gespielt hat. Sein viersätziges Trio für das geliebte, mit der Erinnerung an seine Mutter verbundene Instrument, nebst Geige und Klavier, ist eine der klangschönsten Kammermusiken des 19. Jahrhunderts.

Die Kammerkonzertreihe wird unterstützt von der Philharmonischen Gesellschaft Lübeck / Lübecker Philharmoniker e. V.

Carl Czerny (1791‑1857)
Premier Grand Trio für Violine, Horn und Klavier Es-Dur op. 105

Johannes Brahms (1833‑1897)
Horntrio Es-Dur op. 40

Violine Vivian Krause

Horn Anton Schultze

Klavier Stefan Vesković

Termin 30.3., 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Lübeck, Scharbausaal