Halbmast-Beflaggung in Stockelsdorf - Foto: Gemeindeverwaltung Stockelsdorf/oH
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Stockelsdorf – Heute (27.7.) wehen die Flaggen vor dem Rathaus der Gemeinde Stockelsdorf auf Halbmast.

„Mit dieser Geste gedenken wir der Opfer des Anschlags auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin und bringen unsere tiefe Anteilnahme mit den Angehörigen, den Verletzten und allen Betroffenen zum Ausdruck“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung.

Die Gemeinde Stockelsdorf stehe solidarisch an der Seite der queeren Community. Gewalt, Hass und Intoleranz haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Und weiter: „Wir verurteilen diesen Anschlag aufs Schärfste und setzen ein klares Zeichen für Menschlichkeit, Vielfalt, Respekt und ein friedliches Miteinander. Unsere Gedanken sind bei allen, die von dieser schrecklichen Tat betroffen sind.“

Zu dem Anschlag und den Sicherheitsmaßnahmen in Schleswig-Holstein erklärt Innenministerin Magdalena Finke:

„Der entsetzliche Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin erschüttert mich noch immer zutiefst. Als Zeichen der Trauer und des Mitgefühls mit den Opfern und ihren Angehörigen hat das Land Schleswig-Holstein für heute Trauerbeflaggung an allen Landesbehörden angeordnet. Meine Gedanken sind bei der Verstorbenen, den Schwerverletzten sowie ihren Familien und Freundinnen und Freunden.

Für Schleswig-Holstein gilt: Wir schützen die Christopher Street Days in unserem Land. Die Polizei steht hierzu in engem Austausch mit den Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder und bewertet die Sicherheitslage fortlaufend. Für alle Veranstaltungen bestehen bereits Sicherheitskonzepte. Wir werden aber unsere Sicherheitsmaßnahmen erhöhen. Wir werden nicht dulden, dass Menschen eingeschüchtert werden, weil sie frei, offen und selbstbestimmt leben und lieben wollen. Ich selbst werde an einem der nächsten CSDs in Schleswig-Holstein dabei sein, um meine Solidarität und meine Unterstützung für die queere Community zu zeigen.

Alle bisherigen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der Tatverdächtige der islamistischen Szene angehört hat. Islamistischer Terror und queerfeindlicher Hass richten sich gegen die Freiheit jeder und jedes Einzelnen und gegen die Werte unserer offenen Gesellschaft. Extremismus hat in unserem Land nichts verloren. Wir werden mit allen Mitteln des Rechtsstaats gegen die Feinde unserer Demokratie und gegen diejenigen vorgehen, die einer Ideologie anhängen, die Hass und Gewalt hervorbringt und tötet. Deswegen müssen einerseits die Tat und ihre Hintergründe ermittelt und aufgeklärt werden. Andererseits braucht es eine ehrliche Auseinandersetzung darüber, welche Konsequenzen wir daraus auch für die Befugnisse unserer Sicherheitsbehörden ziehen müssen.“