Ahrensbök – Sozialministerin Aminata Touré hat im Rahmen ihrer Ehrenamtstour die Gedenkstätte Ahrensbök in Ostholstein besucht. Vor Ort dankte sie gestern (8.9.) den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern für ihr Engagement für eine lebendige Erinnerungskultur und historische Bildung. Dabei tauschte sie sich mit den Anwesenden über ihre Motivation und die aktuellen Herausforderungen im Ehrenamt aus. Ziel der Tour ist es, Eindrücke und Impulse für die geplante Gesamtstrategie der Landesregierung zur Stärkung des Ehrenamtes zu sammeln.
„Die Gedenkstätte Ahrensbök leistet seit vielen Jahren unglaublich wichtige Bildungsarbeit. Die Verbrechen des Nationalsozialismus dürfen niemals in Vergessenheit geraten. Gerade in Zeiten, in denen rechtsextremes Gedankengut wieder salonfähig scheint, müssen wir das Bewusstsein für die historischen Ereignisse weiter schärfen. Ich bin dankbar, dass zahlreiche Ehrenamtliche das Gedenken und die Erinnerungskultur hier in der Gedenkstätte lebendig halten. Dieses Engagement gilt es zu stärken“, sagte Touré.
„Ehrenamt stärkt die Demokratie. Der heutige Termin zeigt das ganz konkret. Gleichzeitig steht das Ehrenamt vor großen Herausforderungen. Deshalb arbeiten wir an einer neuen Gesamtstrategie zur Stärkung des Ehrenamtes und haben einen 12-Punkte-Plan mit kurz- und mittelfristigen Maßnahmen auf den Weg gebracht. Wir wollen insbesondere junge Menschen für das Ehrenamt begeistern und die Strukturen stärken, damit auch in Zukunft wichtige Arbeit wie hier in der Gedenkstätte geleistet werden kann“, so die Ministerin weiter.
Die Gedenkstätte Ahrensbök erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus in der Region. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2001 ist sie ein Begegnungs- und Lernort. Regelmäßig finden dort Veranstaltungen und Bildungsangebote statt. Eine Dauerausstellung informiert über die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Ahrensbök. Zentrales Anliegen der Vermittlungsarbeit ist es, einen Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu spannen und Geschichte mit Bezügen zur eigenen Lebenswelt erfahrbar zu machen.
Die Gedenkstätte Ahrensbök wird von einem gemeinnützigen Trägerverein betrieben und von zahlreichen Ehrenamtlichen unterstützt. Institutionell gefördert wird die Gedenkstätte durch die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten und die Kulturstiftung Ostholstein.
Hintergrund:
Das Land Schleswig-Holstein will das Ehrenamt langfristig stärken. Die Landesregierung erarbeitet dazu eine Gesamtstrategie unter breiter Beteiligung aller Ressorts, Organisationen und Ehrenamtlicher. Sozialministerin Touré, die für das allgemeine Ehrenamt zuständig ist, sammelt hierfür in den kommenden Wochen Eindrücke auf ihrer Ehrenamtstour. Es sind Stationen in allen Kreisen und kreisfreien Städten Schleswig-Holstein geplant, die die Vielfalt des Ehrenamtes abdecken. Die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner sind eingeladen, dem Ministerium Ideen für mögliche Tourstopps zu melden unter ehrenamtstour@sozmi.landsh.de.
In einem ersten Schritt hat das Sozialministerium für das nächste Jahr 250.000 Euro zusätzlich zur Stärkung des Ehrenamts und der Seniorenpolitik eingeworben. Damit stehen 2027 insgesamt rund 2,8 Millionen Euro für die Unterstützung und Koordination des Ehrenamts in Schleswig-Holstein zur Verfügung. Mit einem Teil der Mittel finanziert das Sozialministerium erste kurz- und mittelfristigen Maßnahmen im Rahmen eines 12-Punkte-Plans zur Stärkung des Ehrenamtes.
Hier alle Infos zur Tour und der 12-Punkte-Plan: schleswig-holstein.de – Ehrenamtstour









