Foto: Arno Reimann
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Lübeck – Zehn Fahrgäste und ein Busfahrer mussten in einem Linienbus in Lübeck St. Gertrud am Donnerstagabend (27.8.) aufgrund von Atemwegsreizungen medizinisch durch den Rettungsdienst behandelt werden. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen zuvor zwei bislang unbekannte Männer durch ein geöffnetes Fenster des Busses von außen eine reizende Substanz in den Bus gesprüht haben.

Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen konnten die beiden flüchtigen Männer nicht mehr angetroffen werden. Die Polizei in Lübeck Eichholz ermittelt jetzt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in mehreren Fällen und sucht Zeugen.

Ereignet hatte sich das Geschehen gegen 22.30 Uhr in einem Bus der Linie 5 des Stadtverkehrs Lübeck, der zu diesem Zeitpunkt auf der Brandenbaumer Landstraße in Richtung Bohlkamp unterwegs war. Nach den vorliegenden Schilderungen und Hinweisen sollen zwei männliche Personen bereits während der Fahrt durch ihr Verhalten aufgefallen sein, weil sie sich lautstark unterhielten und gegen die Sitze im Bus getreten haben sollen.

An der Haltestelle Eichholz Teich stiegen die beiden Männer aus. Anschließend sollen sie von außen durch ein geöffnetes Fenster des Busses eine reizende Substanz in den Fahrgastraum gesprüht haben. Fahrgäste informierten daraufhin den Busfahrer, dieser stoppte den Linienbus an der Endhaltestelle Lübeck Eichholz.

Einsatzkräfte des Rettungsdienstes kümmerten sich um die Busfahrgäste und den Busfahrer. Eine weitere Versorgung in einem Krankenhaus war zunächst nicht erforderlich. Der Linienbus wurde aufgrund der verunreinigten Luft temporär aus dem Betrieb genommen.

Nach bisherigen polizeilichen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass von den flüchtigen Männern Reizgas oder eine reizgasähnliche Substanz in den Bus gesprüht worden ist.

Der vorliegenden Beschreibung nach ist einer der Männer zwischen 20 und 25 Jahren alt, etwa 170 cm bis 180cm groß und von schlanker Statur. Sein Gesamterscheinungsbild wurde mit „arabisch“ beschrieben. Der zweite Mann soll ebenfalls 20 bis 25 Jahre alt und 170 cm bis 180 cm groß gewesen sein. Sein Erscheinungsbild wurde mit dick und europäisch beschrieben. Der Mann soll zur Tatzeit eine Sportbrille, grüne Oberbekleidung sowie eine weiße Hose getragen haben. Er führte einen schwarzen Rucksack mit sich.

Aktuell wertet die Polizei Zeugenangaben und Videomaterial aus. Weitere Zeugen, die Angaben zu den beiden flüchtigen Männern und dem Tathergang an der Haltestelle Eichholz Teich machen können, werden gebeten, sich unter der zentralen Rufnummer 0451-1310 bei der Polizei in Lübeck zu melden.