Foto: Arno Reimann
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Lübeck – Nach der Gewalttat in einem Supermarkt in Ratzeburg, bei der eine Frau vor Ort verstarb, haben die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion die Ermittlungen wegen des Verdachts des Totschlags eingeleitet. Mittels Hilfe von Zeugen und Einsatz der Polizei konnte ein 44 Jahre alter tatverdächtiger Mann (Staatsangehörigkeit: deutsch) noch vor Ort festgenommen werden.

Ereignet hatte sich das Tatgeschehen am Mittwoch (9.9.) gegen 15.35 Uhr in einem Supermarkt in der Bahnhofsallee. Nach derzeitigem Sachstand soll der Tatverdächtige plötzlich wahllos eine zwischen den Regalen stehende Kundin mit einem Messer angegriffen und ihr damit mehrere Stich- und Schnittverletzungen zugefügt haben. Dabei erlitt die 48 Jahre alte Frau aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg lebensgefährliche Verletzungen und verstarb vor Ort.

Im Zusammenhang mit dem Angriff eilten drei couragierte Zeugen zu Hilfe. Sie hielten den Angreifer fest. Bei dem Versuch, den Mann von weiteren Handlungen abzuhalten, setzte sich dieser zur Wehr. Dabei soll er das Messer gegen sich selbst eingesetzt und sich damit schwere Verletzungen zugefügt haben. Den Zeugen gelang es schließlich, den Mann zu entwaffnen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Er wurde festgenommen und aufgrund seiner Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Klärung, mit welchem Motiv und vor welchem Hintergrund sich die Tat ereignete, ist jetzt Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Wie die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Polizeidirektion Lübeck in einer gemeinsamen Medieninformation weiter mitteilen, haben die bisherigen Erkenntnisse ergeben, dass der Tatverdächtige und die Frau sich nicht kannten. Es liegen aktuell auch keine Hinweise auf eine politisch oder religiös motivierte Tat vor. Die Ermittler prüfen, ob sich der 44-Jährige während der Tat in einem psychischen Ausnahmezustand befand.

Zur Unterstützung der Ermittlungen wurde ein Hinweisportal eingerichtet. Darüber können Hinweise zum Tatgeschehen sowie Bild- und Videodateien direkt an die Polizei übermittelt werden. Das Hinweis ist unter folgendem Link erreichbar: https://sh.hinweisportal.de/ Die Polizei bittet Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder über entsprechende Aufnahmen verfügen, das Hinweisportal zu nutzen und ihre Erkenntnisse mitzuteilen.