Foto: Arno Reimann
- Anzeige -

Kiel – Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke hat ein erstes Fazit des bundesweiten Warntages am heutigen 10. September 2026 gezogen. 

„Die bundesweiten Warnmittel haben auch in diesem Jahr wieder überall in Schleswig-Holstein problemlos ausgelöst. Und erstmals gab es um 11.45 Uhr auch über den Dienst Cell-Broadcast eine Entwarnung“, so die Ministerin.

In neun Kreisen und kreisfreien Städten seien die Sirenen ausgelöst worden. Allerdings sei dies – anders als im vergangenen Jahr angekündigt – leider immer noch nicht durch eine zentrale digitale Ansteuerung möglich gewesen. „Der Bund ist gefordert, die nach wie vor bestehenden technischen Probleme zu lösen“, betonte Finke.

Der Sirenenausbau in Schleswig-Holstein schreite dank des landeseigenen Sirenenprogramms mit einem Umfang von 23,2 Millionen Euro voran. Mehr als 1.000 Standorte seien bereits gefördert worden, so die Ministerin. Damit geht Schleswig-Holstein im bundesweiten Vergleich voran. 

Inzwischen hätten sich die Hersteller von Sirenenanlagen auf die deutschlandweit enorm gestiegene Nachfrage eingestellt. „Deswegen bin ich zuversichtlich, dass der Ausbau in den kommenden Jahren zügiger vorangehen wird.“ Auch hier nahm die Ministerin den Bund in die Pflicht: „Das Sirenennetz wird auch für den Zivilschutz ausgebaut. Der ist Bundesaufgabe. Und deshalb muss der Bund dafür auch die notwendigen Mittel bereitstellen. Die 225.000 Euro, die wir pro Jahr für den Sirenenausbau vom Bund bekommen, sind eindeutig zu wenig“, so Finke.

Begeistert zeigte sich die Ministerin vom parallel zum Warntag stattfindenden Aktionstag Bevölkerungsschutz an über 470 Schulen im Land. „Es ist toll, wie viele Schulen diesen Warntag genutzt haben, um sich mit dem Thema Bevölkerungsschutz auseinander zu setzen. Dieser wichtige und umfassende Informationstag ist nur möglich gewesen, weil sich unzählige Ehrenamtliche von Technischem Hilfswerk, Feuerwehr und Hilfsorganisationen eingesetzt und engagiert haben. Allen diesen unverzichtbaren Helferinnen und Helfern gilt mein herzlicher Dank“, so Finke.

Die Ministerin betonte noch einmal die Bedeutung von Selbstvorsorge für die Gesellschaft: „Jeder Haushalt sollte für mindestens 72 Stunden vorsorgen, um auf mögliche Krisen vorbereitet zu sein. Dazu gehört, die Warnmittel zu kennen. Dazu gehört aber auch, zu wissen, was man im Fall einer Warnung tun sollte, und das auch zu können. Vorbereitung sorgt dafür, dass wir alle sicher durch mögliche Krisen kommen“, sagte Finke unter Verweis auf die derzeit laufende Kampagne „kommklar-SH“, die von der Landesregierung mit Unterstützung zahlreicher Organisationen und Verbände derzeit stattfindet.

Zur Kampagne: https://www.kommklar-sh.de

Weitere Themen zur persönlichen Vorsorge: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/inneres-sicherheit-verwaltung/bevoelkerungsschutz