
Oldenburg in Holstein – Die Oldenburger Innenstadt steht vor einem wichtigen Entwicklungsschritt. Der Siegerentwurf für die Neugestaltung der zentralen Innenstadtbereiche liegt vor. Die Lübecker Planungsbüros Clasen Werning Partner zusammen mit efs architekten + stadtplaner setzten sich im städtebaulichfreiraumplanerischen Realisierungswettbewerb „Neue Mitte zwischen Pumpenplatz und Wall“ durch.
Mit dem Ergebnis ist die Grundlage für die nächsten Planungsschritte geschaffen, die das Gesicht der Innenstadt nachhaltig verändern könnten.
Im Rahmen einer Preisgerichtssitzung im September wurde der Entwurf von einer Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der politischen Fraktionen sowie Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichtern aus Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung bewertet. Im Anschluss präsentierte das siegreiche Büro seine Leitidee am Donnerstag, 22. Oktober, in einer Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung. Nach der politischen Beschlussfassung werden nun die weiteren Planungsschritte vorbereitet.
Mehr Aufenthaltsqualität, mehr Klimaschutz, mehr Innenstadt
Im Mittelpunkt des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs steht die Vision einer attraktiven, zukunftsfähigen und für alle Menschen zugänglichen Innenstadt. Die Neugestaltung soll neue Aufenthaltsqualitäten schaffen, die Klimagerechtigkeit stärken und Barrieren abbauen. Gleichzeitig soll der historische Wall – eines der
bedeutendsten Bodendenkmale Schleswig-Holsteins – stärker erlebbar werden.
„Die Preisgerichtssitzung war eine sehr interessante Veranstaltung. Wir haben viele starke und unterschiedliche Entwürfe gesehen, die zeigen, wie vielfältig die Zukunft unserer Innenstadt gedacht werden kann. Mit der Entscheidung für den Siegerentwurf kommen wir im Gesamtprozess einen wichtigen Schritt voran und können in die weiteren Planungen gehen“, so Bürgermeister Jörg Saba.
Das Wettbewerbsgebiet umfasst mehrere zentrale Bereiche: den Pumpenplatz, den Marktplatz als Herz der Stadt sowie das Gelände des heutigen Autohauses Dello bis hin zum Wall. Zusammengenommen bietet das Areal die Chance, wichtige Innenstadtbereiche neu zu denken, zu verknüpfen und die historische Struktur der Stadt mit dem Wall und der St. Johanniskirche stärker hervorzuheben.

Rückblick: Schritte bis zum Wettbewerb
Viele Entwicklungsschritte wurden vor dem Wettbewerb gegangen. Bereits 2023 konnten sich Oldenburgs Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Vorstellungen zur Umgestaltung des Marktplatzes in einer Befragung einbringen. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für drei Workshops, in denen die Selbstverwaltung 2024 die Anforderungen für den europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb weiterentwickelte.
Das Interesse an der Aufgabe war groß: Mehr als 50 Planungsbüros bewarben sich deutschlandweit. In einem anonymen Losverfahren wurden 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt. Ihre Entwürfe zeigen unterschiedliche planerische Ansätze für die künftige Gestaltung der Oldenburger Innenstadt.
Öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge
Einen Einblick in alle eingereichten Ideen und Wettbewerbsbeiträge können Interessierte ab Montag, 26. Oktober, im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung in den Räumen des Fachbereichs Städtebau, Stadtentwicklung und
Stadtplanung am Markt 27 erhalten.
Darüber hinaus werden die Beiträge auf der städtischen Website www.oldenburgholstein.de dargestellt.







