(Foto: arstodo)

Kiel – Justizminister Claus Christian Claussen hat im Innen- und Rechtsausschuss des Landtages weitere Maßnahmen zur Drogenbekämpfung im Justizvollzug vorgestellt. Trotz umfangreicher Kontrollen gelingt es immer wieder, auf verschiedenen Wegen Drogen in die Vollzugsanstalten zu bringen. Aus diesem Grund habe sein Ministerium entschieden, ab diesem Jahr sogenannte Drogenscanner zu beschaffen sowie mit der Ausbildung eigener Spürhunde zu beginnen, erklärte Claussen.

„In den kommenden drei Jahren wird in der JVA Kiel und der JVA Lübeck jeweils ein mobiles Spurendetektionsgerät zum Auffinden synthetischer Drogen eingesetzt. Bekanntgeworden sind diese mobilen Geräte durch ihren Einsatz an Flughäfen, dort um Sprengstoffe aufzufinden. Für uns ist es wichtig, dem Vollzug im Rahmen der Drogenbekämpfung ein Gerät zur Verfügung zu stellen, mit dem in kürzester Zeit durch einen Vortest ein Nachweis über einen möglichen Drogenfund erstellt und vollzuglich entsprechend reagiert werden kann“, so der Minister.

 Zusätzlich sollen zum Auffinden von Drogen, aber auch von Handys und Datenträgern, ab August 2022 in Schleswig-Holstein die ersten drei justizeigenen Diensthunde ausgebildet werden. Die neu zu bildenden Justizhundeteams werden in den Anstalten Kiel, Lübeck und Neumünster eingesetzt. Ihnen sind Partneranstalten zugeordnet, um zu gewährleisten, dass regelmäßig auch in allen anderen Justizvollzugseinrichtungen des Landes Kontrollen durchgeführt werden. „Die Einsatzmöglichkeiten der Hunde werden in der Praxis sehr vielfältig sein“, erläuterte der Minister am 19. Januar. „Neben der Personenkontrolle sollen Räumlichkeiten und Freiflächen wie beispielsweise Freistundenhöfe abgesucht werden. Aber auch die eingehende Post, Pakete und die Habe der Gefangenen oder ein- und ausfahrende Fahrzeuge und Personen sollen künftig unter Zuhilfenahme von Diensthunden kontrolliert werden.“

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