Kiel – Am Montag (1. Dezember) wird zum dritten Mal der landesweite Feuerwehraktionstag – der sogenannte 112-Tag – in Schleswig-Holstein begangen. Das Datum ist bewusst gewählt, um auf die europaweite Notrufnummer 112 aufmerksam zu machen und das Engagement der Feuerwehrfrauen und -männer in den Mittelpunkt zu rücken.
Innenministerin Magdalena Finke betont die besondere Bedeutung der Feuerwehren für das Land: „Die Feuerwehren sind ein Herzstück unserer Sicherheitsarchitektur in Schleswig-Holstein. Sie stehen Tag und Nacht bereit, um Menschen in Not zu helfen – und das überwiegend ehrenamtlich. Der 112-Tag ist ein starkes Zeichen der Anerkennung für dieses außergewöhnliche Engagement. Ich danke allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Professionalität und ihre Menschlichkeit. Sie sind Vorbilder für unsere Gesellschaft und verdienen unsere höchste Wertschätzung.“
Der Aktionstag wird vom Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein gemeinsam mit den Feuerwehren im Land organisiert. Ziel ist es, auf die Bedeutung des Ehrenamtes und die vielfältigen Aufgaben der Einsatzkräfte aufmerksam zu machen. Überall im Land laden Feuerwehren zu Aktionen ein – von Informationsständen über Fahrzeugschauen bis hin zu Mitmachangeboten in den Gemeinden und Feuerwehrhäusern. Besucher können sich dort über Technik, Ausrüstung und die tägliche Arbeit der Feuerwehr informieren.
Rund 63.300 Aktive leisten in Schleswig-Holsteins Feuerwehren Dienst – verteilt auf etwa 1.330 Freiwillige Feuerwehren, fünf Berufsfeuerwehren, 27 Werksfeuerwehren und rund 450 Jugendfeuerwehren. Im Jahr 2024 rückten die Einsatzkräfte zu fast 225.500 Einsätzen aus – eine beeindruckende Zahl, die den hohen Einsatzwillen und das starke Verantwortungsbewusstsein der überwiegend ehrenamtlichen Helfer unterstreicht.
Auch strukturell unterstützt die Landesregierung die Feuerwehren konsequent: Die Feuerwehren sind eine wichtige Komponente im Bevölkerungsschutz. Daher finanziert das Land sogenannte Brandschutzbereitschaften. Diese stehen den Wehren zur Verfügung, solange sie als landeseigene Brandschutzbereitschaft nicht im Einsatz sind. In diesem Jahr wurden dafür 15 baugleiche Mehrzweckfahrzeuge beschafft. Außerdem wurden insgesamt 17,6 Millionen Euro für 52 neue Löschfahrzeuge bereitgestellt sowie zahlreiche Spezialgeräte, Netzersatzanlagen und Gerätewagen beschafft. Durch zentrale Sammelbeschaffungen des Landes profitieren die Kommunen zusätzlich von Entlastungen – das Land trägt die Ausschreibungskosten und sorgt gemeinsam mit GMSH und KUBUS für rechtssichere Verfahren. Gemeinden zahlen damit nur die Fahrzeuge, nicht aber die Nebenkosten.
Um die Kommunen beim dringend notwendigen Neubau von Feuerwehrhäusern zu unterstützen, entwickelt das Land außerdem Vorlagen für ein wiederverwendbares, modulares Baukonzept. Damit sollen Städte und Gemeinden bei Neubau und Modernisierung unterstützt und die Zukunftsfähigkeit der Feuerwehrinfrastruktur in Schleswig-Holstein weiter gestärkt werden. Die Kommunen können die Vorlagen flexibel an ihre jeweiligen Bedürfnisse anpassen, anstatt jedes Bauprojekt von Grund auf neu zu planen.









