Großeinsatz an einer Schule – 23 Verletzte

Neumünster – Am Donnerstagmittag gegen 12 Uhr verspürten zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Theodor-Litt-Schule, die sich in dem separaten Gebäude des Regionalen Bildungszentrums an der Parkstraße aufhielten, Reizungen in den Atemwegen, Husten, Kopfschmerzen, Halsschmerzen,  juckende Augen und Unwohlsein. Anschließend alarmierte die Schule sofort die Berufsfeuerwehr Neumünster.

Diese kam mit einem Großaufgebot und allen verfügbaren Einsatzkräften an die Schule. 75 Schülerinnen und Schüler wurden von zwei leitenden Notärzten und dem Rettungsdienst gesichtet, hiervon hatten 23 Schülerinnen und Schüler Beschwerden durch eine unbekannte Substanz und galten als behandlungsbedürftig mit leichtem Verletzungsmuster.

Fünf Schüler wurden mit Rettungswagen in das Friedrich-Ebert-Krankenhaus gebracht, ein Schüler konnte bei einer zweiten Sichtung als unverletzt eingestuft werden, die restlichen 17 Verletzten wurden anschließend mit einem Bus der Stadtwerke in Begleitung von Notarzt und Rettungsdienst in das Friedrich-Ebert-Krankenhaus gebracht. Da nicht alle gleichzeitig in die Notaufnahme gebracht werden konnten, wurden sie gruppenweise versorgt und bis dahin im Bus weiterhin medizinisch betreut.

Die Berufsfeuerwehr konnte durch unterschiedliche Messungen keine Substanz in dem betroffenen Schulgebäude, in dem sich kein Chemiesaal befand, feststellen, lüftete das Gebäude durch und gab es wieder frei, so Sven Kasulke, Einsatzleiter und Leiter der Berufsfeuerwehr Neumünster. Im Einsatz waren, laut Thomas Nyfeler, stellvertretender Pressesprecher des Stabes der Berufsfeuerwehr der Stadt Neumünster, 150 Einsatzkräfte, unter anderem wurden freiwillige Feuerwehren, der Löschzug Gefahrgut, die Technische Einsatzleitung, das DRK, dieMalteser, der Notfallseelsorger und die Regieeinheit alarmiert.

Bei dieser besonderen Lage wurde zugleich auch der Führungsstab der Stadt Neumünster alarmiert, der sich in den Räumlichkeiten der Berufsfeuerwehr Neumünster sofort einfand. Der Einsatz endete um 14 Uhr, die Kriminalpolizei ermittelt nun die Ursache für die Atemwegsreizungen, schließt den Einsatz von Pfefferspray aber bereits aus.

 

 

 

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