Funkstreifenwagen der Bundespolizei am Hamburger Hauptbahnhof - Symbolfoto: Bundespolizei/oH
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Hamburg – Nach jetzigem Sachstand der Bundespolizeiinspektion Hamburg soll ein DB-Mitarbeiter (Aufsicht am Bahnsteig/Zugabfertigung) von einem äußerst aggressiven Mann (43) mit diversen Faustschlägen und mit mehreren Fußtritten gegen den Kopf attackiert worden sein. Ein weiterer DB-Mitarbeiter (65) soll seinem Kollegen (49) zur Hilfe geeilt sein und umgehend in den sogenannten „Schwitzkasten“ genommen worden sein. Erst ein privat am Bahnsteig befindlicher Polizeibeamter der Landespolizei konnte weitere Angriffe unterbinden und den mutmaßlichen Täter fixieren.

Der Vorfall ereignete sich am 3. Februar gegen 15.15 Uhr am Bahnsteig im örtlichen DB-Aufsichtsraum zum Gleis 3 im Bahnhof Dammtor.

Weitere alarmierte Funkstreifenwagenbesatzungen der Bundes- und Landespolizei Hamburg waren im Einsatz.

Der mutmaßlich mit Faust- und Fußtritten attackierte DB-Mitarbeiter erlitt Kopfverletzungen und Verletzungen am Körper, wurde zunächst durch eine Rettungswagen-Besatzung vor Ort versorgt und anschließend mit Verdacht einer Gehirnerschütterung zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Ersten Aussagen zufolge soll der Tatverdächtige den DB-Dienstraum unerlaubt betreten haben, um sich aufzuwärmen. Nachdem dem Mann durch die beteiligten DB-Aufsichtsmitarbeiter mitgeteilt wurde, dass er den DB-Dienstraum nicht betreten darf, eskalierte die Situation umgehend. Der Tatverdächtige soll den DB-Mitarbeiter umgehend beleidigt und attackiert haben.

Der mutmaßliche Täter wurde mit einem Funkstreifenwagen zum Bundespolizeirevier am Hamburger Hauptbahnhof verbracht. Eine zunächst vorgesehene Gewahrsamnahme in einer Zelle wurde aus Gründen der Verhältnismäßigkeit nicht durchgeführt. Der Tatverdächtige konnte schriftlich belegen, dass er einen dringenden OP-Termin in einem Krankenhaus hatte. Der deutsche Staatsangehörige (43) wurde daraufhin wieder entlassen.

Entsprechende Strafverfahren (Verdacht auf gefährliche Körperverletzung,Körperverletzung, Beleidigung) wurden gegen den Beschuldigten eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt.