Lübeck – In direkter Nähe zu einem Spielplatz in Lübeck St. Lorenz Nord soll ein junger Mann von drei jungen Männern überfallen worden sein. Dem derzeitigen Sachstand nach sollen ihn die Tatverdächtigen am Sonnabend (3.1.) gegen 23.10 Uhr mit einer Waffe bedroht, unter anderem mit einem Teleskopschlagstock verletzt und die Herausgabe seines Rucksackes gefordert haben. Im Zuge der umgehenden, intensiven Fahndungsmaßnahmen konnten die drei tatverdächtigen jungen Männer in Tatortnähe erkannt und von der Polizei festgenommen werden.
Wie die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Polizeidirektion Lübeck in einer gemeinsamen Medienformation zum derzeitigen Sachstand weiter mitteilen, ging der 24 Jahre alte Geschädigte auf einem parallel zur Süderstraße hinter den Grundstücken verlaufenden Weg spazieren. In Höhe der dortigen Zuwegung zu einem Spielplatz sollen ihn dann drei Personen unter Vorhalt einer Waffe gezwungen haben, auf die Knie zu gehen. Im weiteren Verlauf sollen sie den Lübecker auch mittels einer Waffe und eines Teleskopschlagstockes mehrfach geschlagen, verletzt und die Herausgabe seines Rucksackes und Geldes gefordert haben. Anschließend flüchteten die Männer.
Der verletzte Lübecker machte durch Hilfeschreie auf sich aufmerksam, Zeugen informierten daraufhin die Polizei. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes brachten den jungen Mann zur weiteren Versorgung seiner Verletzungen in ein Krankenhaus. Zeitgleich fahndete die Polizei intensiv nach den flüchtigen Angreifern.

In räumlicher Nähe zum Tatort konnten die Polizeibeamten kurz darauf auch aufgrund der guten Beschreibung drei tatverdächtige junge Männer im Alter von 16, 17 und 18 Jahren festnehmen (Staatsangehörigkeit aller Tatverdächtigen: deutsch) und im Anschluss dem Polizeigewahrsam zuführen. Die drei Männer führten neben Sturmhauben, einem Teleskopschlagstock, einer Schreckschusspistole und einer täuschend echt aussehenden Softairpistole samt Munition auch zwei Einhandmesser sowie illegale Pyrotechnik mit sich. Die Gegenstände wurden als Beweismittel sichergestellt.
Die Lübecker Kriminalpolizei hat gegen die Tatverdächtigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung eingeleitet, ferner wird auch wegen Verstößen gegen das Waffengesetz sowie des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen erfolgte nach Vortrag bei der Staatsanwaltschaft Lübeck mangels Haftgründen die Entlassung aus dem Polizeigewahrsam. Die beiden 16 und 17 Jahre alten Tatverdächtigen wurden an die Eltern übergeben.









