Foto: Arno Reimann
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Lübeck – Die Polizei nahm im Bereich Lübeck-Kücknitz Kontrollen mit dem Schwerpunkt der Feststellung von Betäubungsmittelkriminalität vor. Die Einsatzkräfte überprüften am vergangenen Wochenende mehrere Personen und Fahrzeuge und beschlagnahmten verschiedene Betäubungsmittel, Bargeld und auch Waffen. Sieben Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizei ermittelt.

An den Kontrollen waren neben Beamten der Polizeistation Kücknitz auch weitere Dienststellen der Polizeidirektion Lübeck sowie der Bezirkskriminalinspektion Lübeck beteiligt. Insgesamt sind 45 Personen und 36 Fahrzeuge überprüft worden.

Am Freitag (9.10.) kontrollierten Polizeibeamten im Rahmen der Maßnahmen einen Personenkraftwagen, dessen 19-jähriger Fahrer im Verdacht stand, mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Bei der anschließenden Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten unter anderem Kokain, ein Mobiltelefon und Bargeld. Der Tatverdächtige (Staatsangehörigkeit: albanisch) wurde vorläufig festgenommen.

Bei einer weiteren Fahrzeugkontrolle in Kücknitz versuchte ein 23-jähriger Insasse sich den polizeilichen Maßnahmen durch Flucht zu entziehen. Die Einsatzkräfte konnten ihn jedoch zu Fuß einholen und vorläufig festnehmen. Bei einer Durchsuchung des Pkw und der Fahrzeuginsassen fanden die Beamten Amphetamine, Ecstasy, Marihuana, Bargeld sowie ein verbotenes Messer und ein Pfefferspray. Auch die 38-jährige Fahrerin sowie ein weiterer 46 Jahre alter Mitfahrer (Staatsangehörigkeit aller drei Personen: deutsch) wurden vorläufig festgenommen. Die 38-Jährige stand zudem im Verdacht, unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren zu sein.

Am Sonnabend (10.10.) stoppten die Beamten einen Pkw, in dem sich drei Männer im Alter von 22 (Staatsangehörigkeit: deutsch), 30 und 33 (Staatsangehörigkeiten: syrisch) Jahren befanden. Bei der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte Kokain sowie eine geladene Schreckschusswaffe fest. Alle drei Männer wurden zunächst vorläufig festgenommen. Gegen den 30-jährigen Fahrer wird zudem wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.

Im Zuge der Kontrollmaßnahmen wurden insgesamt sieben Personen vorläufig festgenommen und elf Durchsuchungen von Wohnungen und Personenkraftwagen durchgeführt. Der 33-jährige syrische Staatsangehörige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck einem Haftrichter vorgeführt. Gegen ihn wurde wegen des dringenden Tatverdachts des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ein Haftbefehl erlassen. Die übrigen Tatverdächtigen wurden erkennungsdienstlich behandelt und anschließend aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein. Das Kommissariat 17 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln und des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz.