Eutin – Am Freitagmittag (30.10.) kam es an einer Schule in Eutin zu einem größeren Polizeieinsatz. Den Einsatzkräften lagen Hinweise auf einen Schüler vor, der möglicherweise eine Schusswaffe bei sich führen sollte. Im Rahmen der Maßnahmen konnte eine Schreckschusswaffe aufgefunden werden. Zu Schaden kam niemand.
Gegen 11.40 Uhr wurde die Polizei über eine mögliche Gefahrenlage an einer Schule in Eutin informiert. Ein Schüler soll auf dem Gelände eine Schusswaffe bei sich getragen haben. Zum Zeitpunkt des Einsatzes befand er sich in der nahegelegenen Sporthalle beim Schulsport.
Mehrere Funkstreifenwagen umliegender Dienststellen wurden daraufhin zum Einsatzort geschickt. Aufgrund der zunächst unklaren Lage betraten die Einsatzkräfte die Sporthalle unter entsprechenden Eigensicherungsmaßnahmen. Dabei kamen unter anderem schwere Schutzwesten und ballistische Schilde zum Einsatz.
Mithilfe von Lehrkräften konnte der 18-jährige Schüler (Staatsangehörigkeit: deutsch) identifiziert und angetroffen werden. Gegenüber den eingesetzten Polizisten verhielt er sich kooperativ. In einer Umkleidekabine fanden die Beamten schließlich eine Schreckschusswaffe und stellten sie sicher.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Waffe zu keinem Zeitpunkt gegen Personen eingesetzt. Auch liegen derzeit keine Hinweise darauf vor, dass der Schüler beabsichtigte, andere Personen zu bedrohen oder zu verletzen.
Der Tatverdächtige wurde zur Durchführung weiterer Maßnahmen zum Polizeirevier Eutin gebracht. Wieso er die Waffe mit sich führte, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Es besteht unter anderem der Verdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Mitführen von Waffen oder täuschend echt wirkenden Anscheinswaffen erhebliche Gefahrenlagen hervorrufen und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Hinweise auf mögliche Gefahren werden daher grundsätzlich ernst genommen und erfordern eine entsprechende polizeiliche Reaktion. Verdächtige Beobachtungen sollten unverzüglich Lehrkräften oder der Polizei direkt mitgeteilt werden.









