Lübeck – Am Sonnabend (15.8.) erhielt die Polizei Kenntnis über einen Mann, der sich nach erfolgten Hinweisen und derzeitigem Sachstand in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Er fuhr mit seinem Pkw Kia im weiteren Verlauf mit nicht angepasster Geschwindigkeit auf der BAB1 vom Kreuz Ost in Richtung Norden. Dabei reagierte er nicht auf Anhaltesignale der Polizei, gefährdete durch seine Fahrweise mehrere eingesetzte Funkstreifenwagen und andere Verkehrsteilnehmer.
In Höhe des Parkplatzes Hasselburger Mühle konnte der Mann von der Polizei gestoppt werden.
Wie die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Polizeidirektion Lübeck in einer gemeinsamen Medieninformaation weiter mitteilen, wurde der Mann einer Fachklinik zugeführt.
Die zusammenfassenden Ermittlungen führt das Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz. Es werden jetzt weitere Zeugen gesucht, die Angaben zum Fahrverhalten des Mannes machen können oder möglicherweise auch gefährdet oder geschädigt wurden. Hinweise, Fotos oder Videos nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 04524-70770 entgegen.
Den vorliegenden Erkenntnissen nach befuhr der 40 Jahre alte Deutsche aus Mecklenburg-Vorpommern mit seinem weißen Kia Kombi die BAB1 Kreuz Hamburg Ost ab circa 21.55 Uhr in Richtung Norden. Die Anhaltesignale mehrerer eingesetzter Funkstreifenwagen ignorierte der Mann, führte mehrere Spurwechsel mit überhöhter Geschwindigkeit durch und überholte mit hoher Geschwindigkeit andere Verkehrsteilnehmer auf dem Standstreifen. Auf seiner Fahrt Richtung Norden überholte der Mann stark gefährdend mehrere Funkstreifenwagen, die durch verlangsamte Fahrweise versucht hatten, ihn zum Anhalten zu bewegen. Im weiteren Verlauf touchierte er auch den Pkw eines unbeteiligten Verkehrsteilnehmers.
Nach Einsatz eines Stoppsticks und Anhaltemanövern konnte die Polizei die Fahrt zwischen den Anschlussstellen Neustadt Pelzerhaken und Lensahn gegen 22.40 Uhr stoppen. Dabei wurden sowohl der Pkw als auch zwei Funkstreifenwagen beschädigt. Einsatzkräfte des hinzugezogenen Spezialeinsatzkommandos Schleswig-Holstein konnten den bewaffneten, sich in einem psychischem Ausnahmezustand befindlichen Mann überwältigen. Dabei wurde niemand verletzt. Der 40-Jährige wurde einer Fachklinik zugeführt, die Polizei stellte eine Schreckschusswaffe sicher.
Während des Polizeieinsatzes musste die BAB1 zwischen den Anschlussstellen Lensahn und Neustadt Pelzerhaken von 22.45 Uhr bis circa 4.30 Uhr gesperrt werden, der Verkehr wurde umgeleitet.
Vor dem Hintergrund der umfangreichen Ermittlungen suchen die Beamten jetzt weitere Zeugen, die Angaben zum Fahrverhalten des Mannes machen können oder möglicherweise auch gefährdet oder geschädigt wurden. Hinweise, Fotos oder Videos nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 04524-70770 entgegen.









