Lübeck – Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Lübeck ermitteln wegen des Verdachts des erpresserischen Menschenraubes gegen zwei Tatverdächtige auf Fehmarn. Sie sollen einen Bekannten in den Abendstunden des 28.4. gegen dessen Willen festgehalten haben, um diesen dazu zu bringen, einen Überfall zu begehen.
Wie die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Polizeidirektion Lübeck in einer gemeinsamen Medieninformation weiter mitteilen, sollen ein 32-Jähriger und ein 24-Jähriger einen 23-Jährigen am vergangenen Dienstag (28.4.) nach einem Treffen gegen 20 Uhr in der Nähe der Inselschule in der Kantstraße mit einem Messer bedroht und von ihm eine vierstellige Geldsumme gefordert haben.
Der Mann sollte an Geldautomaten in der Ohrtstraße und Am Markt Geld abheben. Da dies nicht gelang, hätte der 23-Jährige einen Einbruch in ein Lokal in der Bahnhofstraße begehen sollen. Dort hätten die Männer eine Servicemitarbeiterin angetroffen, so dass es nicht zum Einbruch gekommen wäre.
Die Männer hätten sich dann bei einem Supermarkt im Sandweg aufgehalten. Dort hätten die beiden Tatverdächtigen beschlossen, dass der Dritte eine Spielhalle in dem Landkirchner Weg überfallen sollte. Dafür hätten die beiden Männer dem Festgehaltenen eine Sturmhaube und ein Tierabwehrspray übergeben.
Der 23-Jährige soll sich in der Spielhalle einem Mitarbeiter anvertraut haben. Anschließend ist die Polizei informiert worden.
Die beiden Tatverdächtigen konnten im Sommerweg in Burg auf Fehmarn von Polizeibeamten angetroffen werden.
Das Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck und die Staatsanwaltschaft Lübeck haben die Ermittlungen wegen des Verdachts des erpresserischen Menschenraubes aufgenommen.
Alle drei Personen haben die deutsche Staatsangehörigkeit und leben auf Fehmarn.
Die Polizei sucht nach Zeugen, die die drei Männer in den Abendstunden gesehen haben. Hinweise nimmt die Polizei unter den Rufnummer 0451-1310 oder 04371-503080 entgegen.









