Arbeitslosenzahlen in Ostholstein weiter rückläufig

Lübeck – Die Agentur für Arbeit hat die aktuellen Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht. Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, waren im August 2017 weniger Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vormonat gab es einen saisonbedingten Anstieg.

„Untersuchungen belegen, dass Menschen ohne Berufsabschluss fünfmal häufiger arbeitslos sind als ausgebildete Fachkräfte. Eine fundierte Ausbildung ist ein wichtiger Grundstein für die berufliche Zukunft. Um Jugendlichen die guten regionalen Möglichkeiten aufzuzeigen, organisieren wir Ausbildungsmessen. Die nächste findet am 27. September in der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg statt", erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

„Aber auch für junge Menschen ab 25 Jahren sprechen gute Gründe für eine Berufsausbildung: Fachkräfte werden deutlich besser entlohnt als angelernte Arbeitskräfte, ihnen eröffnen sich Aufstiegsmöglichkeiten und sie profitieren auch im Alter vom höheren Einkommen. Wer sich mehr zutraut und beruflich mehr erreichen möchte, der sollte die Gelegenheit nutzen und seinen Berufsabschluss in Angriff nehmen. Werden Sie Zukunftsstarter. Sprechen Sie mit Ihrem Betreuer oder Ihrer Betreuerin in der Arbeitsagentur oder im Jobcenter", empfiehlt Dusch.

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 15.156 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 584 (4,0 Prozent) mehr als im Vormonat und 153 (1,0 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg um 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat und ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 7,0 Prozent zurück. Im August 2017 wurden 1.061 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 282 oder 21,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei 4.281 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 477 oder 12,5 Prozent mehr als im August 2016. Insbesondere im Hotel- und Gastgewerbe, Handel, aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen, verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe oder in der Arbeitnehmerüberlassung bieten sich Einstiegschancen für Arbeitsuchende.

Im Vergleich zum Vormonat gab es außer in der Dienststelle Oldenburg in allen Regionen des Agenturbezirkes einen Saisonanstieg. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit lediglich in den Dienststellenbezirken Eutin und Timmendorfer Strand an.

Im Kreis Ostholstein ist die Arbeitslosigkeit so niedrig wie zuletzt 1992. Ende August 2017 waren 5.258 Arbeitslose gemeldet, ein Anstieg zum Vormonat von 199 oder 3,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 132 (2,4 Prozent) Arbeitnehmern weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat an und ging um 0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 5,1 Prozent zurück.

1.797 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 108 (6,4 Prozent) mehr als im Juli 2017 und 52 (2,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.461 Arbeitslose gemeldet, das waren 91 (2,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 80 (2,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang beim Jobcenter beruht teilweise auf einer Gesetzesänderung. Arbeitnehmer, die bislang zu ihrem Arbeitslosengeld aufstockend Grundsicherungsleistungen erhalten haben und statistisch dem Jobcenter zugerechnet wurden, werden seit Anfang des Jahres in der Arbeitslosenversicherung geführt und betreut.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von Juli 2017 auf August 2017 um 27 (4,3 Prozent) auf 659 Frauen und Männer gestiegen. Das waren 6 (0,9 Prozent) Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 4,2 Prozent. Dabei meldeten sich 184 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 153 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im August 2017 68 neue Stellen.

 

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