Stockelsdorf – Die Gemeinde Stockelsdorf trauert um Günter Volgmann, der in der vergangenen Woche im Alter von 70 Jahren verstorben ist. Mit Günter Volgmann verliert die Gemeinde einen Menschen, dessen Leben und Wirken über Jahrzehnte eng mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem ehrenamtlichen Einsatz für die Gemeinschaft verbunden war.

Mehr als ein halbes Jahrhundert stand sein Name für Verlässlichkeit,Verantwortungsbewusstsein, Kameradschaft und die Bereitschaft, sich für andere einzusetzen.
Am 3. September 1974 trat Günter Volgmann in die Freiwillige Feuerwehr ein. Was damals begann, wurde zu einer außergewöhnlichen Lebensleistung: Mehr als 50 Jahre gehörte er der
Feuerwehr an und prägte sie über Jahrzehnte entscheidend mit. Seit dem 1. Januar 2024 war er Mitglied der Ehrenabteilung.
Sein Engagement ging dabei weit über die reine Mitgliedschaft hinaus. Günter Volgmann übernahm Verantwortung und Führungsaufgaben – unter anderem als Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Malkendorf sowie als Gemeindewehrführer der Feuerwehren der Gemeinde Stockelsdorf.
In diesen Funktionen hat er schwierige Entscheidungen getroffen, Verantwortung getragen und die Entwicklung der Feuerwehren in Stockelsdorf nachhaltig mitgestaltet.
Besonders wichtig waren ihm dabei stets die Kameradschaft und eine leistungsfähige Feuerwehr. Beides gehörte für ihn untrennbar zusammen. Eine starke Gemeinschaft und eine moderne, gut
ausgestattete Feuerwehr waren für Günter Volgmann die Grundlage dafür, dass Menschen im Ernstfall zuverlässig Hilfe leisten können.
Seine fachliche Kompetenz und seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, spiegeln sich auch in seiner beeindruckenden Feuerwehrlaufbahn wider. 118 Lehrgänge sind in seiner Akte
verzeichnet. Darüber hinaus war er unter anderem Gerätewart, Kassenführer, Schriftführer, Kreisausbilder und Fox-112- Administrator.
Sein Wirken verband dabei langjährige Erfahrung mit dem Blick für technische und organisatorische Entwicklungen.
Für seine herausragenden Verdienste um das Feuerwehrwesen wurde er 2011 vom Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber und im Jahr 2022 mit der höchsten Stufe, dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, ausgezeichnet. Die Stiftung und Verleihung des Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes stehen unter der Genehmigung des Bundespräsidenten.
Das Brandschutzehrenzeichen in Silber erhielt er im Jahr 2001, 2015 folgte das Brandschutzehrenzeichen in Gold. Darüber hinaus wurde er am 12.02.2024 zum
Ehrengemeindewehrführer der Gemeinde Stockelsdorf ernannt.
Diese Ehrungen waren sichtbare Zeichen der Anerkennung für ein Engagement, das sich über Jahrzehnte erstreckte.
Bis in die letzten Jahre seiner aktiven Dienstzeit setzte sich Günter Volgmann mit großer Energie für die Zukunft der Feuerwehr ein. Besonders beim neuen Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Malkendorf war er maßgeblich beteiligt, dieses wichtige Projekt auf den Weg zu bringen. Mit seinem Wissen, seiner Erfahrung und seinem persönlichen Einsatz hat er dazu beigetragen, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr vor Ort langfristig zu sichern.
Umso glücklicher und dankbarer sind wir, dass Günter das neu Löschfahrzeug in der vergangenen Woche noch selbst vor Ort anschauen konnte. Es bedeutet uns viel, dass er dieses Projekt, für das er sich so engagiert eingesetzt hatte, noch mit eigenen Augen sehen konnte.
Auch das 2008 gebaute Feuerwehrgerätehaus in Malkendorf trägt ganz unmittelbar seine Handschrift. Günter Volgmann war nicht nur an der Planung beteiligt, sondern packte selbst mit an und baute mit seinen eigenen Händen am Feuerwehrgerätehaus mit. Was für andere vielleicht nur ein Gebäude ist, war für ihn ein Stück Zukunft seiner Feuerwehr und seiner Kameradinnen und Kameraden. Er hat seine Zeit, sein Wissen, seine Kraft und sein handwerkliches Können eingebracht und damit etwas geschaffen, das über ihn hinaus Bestand haben wird.
Doch hinter all diesen Zahlen, Ämtern und Auszeichnungen steht vor allem ein Mensch, der für seine Kameradinnen und Kameraden da war. Ein Mensch, der Verantwortung übernommen hat, wenn sie gebraucht wurde. Ein Mensch, für den Feuerwehr nicht nur ein Ehrenamt, sondern einwesentlicher Teil seines Lebens war.
Und zu Günter gehörte neben all seinem Engagement auch sein ganz besonderer, unglaublich trockener Humor. Er konnte über sich selbst die besten Scherze machen und dabei selbst am meisten lachen. Gerade diese besondere Art, mit einem Augenzwinkern auf die Dinge zu schauen, wird uns fehlen und in vielen gemeinsamen Erinnerungen weiterleben.
„Mit Günter Volgmann verlieren wir einen außergewöhnlichen Feuerwehrmann und einen Menschen, der die Feuerwehren in Stockelsdorf über Jahrzehnte geprägt hat. Sein Einsatz, seine
Erfahrung und seine Verbundenheit zur Feuerwehr werden uns fehlen. Vor allem aber werden wir seine menschliche Art und die vielen gemeinsamen Erinnerungen an Günter in unseren Herzen bewahren“, so Bürgermeisterin Julia Samtleben.
Die Gemeinde Stockelsdorf, die Freiwilligen Feuerwehren und die gesamte Blaulichtfamilie aus Stockelsdorf sind Günter Volgmann zu großem Dank verpflichtet. Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke – in den Feuerwehren, in den Reihen der Einsatzkräfte und bei allen, die mit ihm zusammengearbeitet und ihn als verlässlichen Kameraden, engagierten Mitstreiter und wertvollen Menschen erlebt haben.
Sein Lebenswerk wird in der Feuerwehr und in der gesamten Blaulichtfamilie weiterwirken – in den Strukturen, die er mit aufgebaut hat, in den Menschen, die er geprägt hat, und in der Einsatzbereitschaft, der er sich mehr als fünf Jahrzehnte verschrieben hat.
Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden.
Wir nehmen Abschied von einem Menschen, der sein Leben in den
Dienst der Gemeinschaft gestellt hat.
Die Gemeinde Stockelsdorf, die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde und die gesamte Blaulichtfamilie werden Günter Volgmann in dankbarem und ehrendem Andenken bewahren.
Danke Günter, du wirst uns sehr fehlen.
Dein Wirken aber bleibt.
gez. Julia Samtleben
Bürgermeisterin









