
Stockelsdorf – Mit einem Festakt aus Richtfest und Förderbescheid-Übergabe hat VisiConsult X-ray Systems & Solutions heute (4.9.) die Erweiterung seiner Betriebsstätte in Stockelsdorf gefeiert. Insgesamt investiert das Maschinenbau- und Softwareunternehmen rund 14 Millionen Euro in den Neubau – den weit überwiegenden Teil aus eigenen Mitteln.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen übergab dabei einen Zuwendungsbescheid in Höhe von knapp über 1,3 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Wirtschaft. Über dieses Programm unterstützt das Land mit EU-Mitteln gezielt Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen, um Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze in der Region zu stärken.
Rund 90 zusätzliche Büroarbeitsplätze sowie mehr als 2.000 Quadratmeter neue Produktions- und Werkstattflächen wird der Firmenneubau in der Segeberger Straße 96b bieten, und das nur wenige hundert Meter vom derzeitigen Hauptsitz im Brandenbrooker Weg entfernt. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das 3. Quartal und der Einzug im 4. Quartal 2027 geplant.
CEO Lennart Schulenburg: „Der Neubau ist für uns weit mehr als zusätzliche Fläche. Wir sind vor 30 Jahren in Lübeck gegründet worden, seit 2010 ist Stockelsdorf mit unserem heutigen Hauptsitz im Brandenbrooker Weg unser Zuhause. Mit dieser Investition zeigen wir, dass wir auch künftig fest an diesen Standort in der Region Lübeck glauben und von hier aus erfolgreich wachsen können. In der Gemeinde Stockelsdorf haben wir von Anfang an einen verlässlichen Partner gefunden, der unser Bauvorhaben unterstützt hat. Auch die Förderung durch das Land Schleswig-Holstein war für uns ein wichtiger Baustein; ohne sie hätten wir dieses Vorhaben nicht in diesem Umfang und in diesem Zeitrahmen stemmen können.“
Wirtschaftsminister Madsen bezeichnete die Investitionen als ein „überaus positives Signal für den gesamten Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein. Durch den weiteren Ausbau des Unternehmens würden nicht nur die Produktionskapazitäten gesteigert, sondern auch die künftigen Entwicklungen für individuelle Röntgenprüfsysteme für neue Kunden gestärkt und hochwertige Arbeitsplätze geschaffen. „Das Fördergeld ist hier somit bestens angelegt“, so Madsen.
„Nach rund zehn Jahren intensiver Diskussionen über unterschiedliche Entwicklungsoptionen freue ich mich sehr, dass VisiConsult sich immer wieder ganz bewusst für Stockelsdorf entschieden hat und mit dem Neubau ein klares Bekenntnis zu unserem Wirtschaftsstandort abgibt. Gerade in einer kleineren Gemeinde sind die Dienstwege kurz: Wir konnten uns immer schnell und unkompliziert abstimmen und gemeinsam gute Lösungen finden. Das Richtfest und die Übergabe des Förderbescheids sind deshalb ein wichtiger Meilenstein – für VisiConsult, aber auch für Stockelsdorf als Wirtschaftsstandort“, sagte Bürgermeisterin Julia Samtleben.
Der Termin fiel mit einem weiteren Meilenstein der Firmengeschichte zusammen: Im September 1996, vor 30 Jahren, gründete Hajo Schulenburg das Unternehmen. Mittlerweile führen seine zwei ältesten Söhne Lennart und Finn Schulenburg die VisiConsult GmbH – heute globaler Marktführer in der industriellen Röntgentechnologie.
Weltweit setzen Kunden vor allem aus der Luft- und Raumfahrt, der Verteidigungs-, Automobil-, Energie- und Elektronikindustrie auf die in Stockelsdorf entstehenden Hightech-Anlagen, Softwarelösungen und Inspektionsservices. Sie nutzen sie für die zerstörungsfreie Prüfung und damit für die erfolgskritische Qualitätssicherung ihrer Bauteile und Werkstoffe.
Mit weiteren Standorten und Tochtergesellschaften in Deutschland, Indien und den USA beschäftigt die Unternehmensgruppe heute mehr als 300 Mitarbeiter, gut 200 davon in Stockelsdorf. Allein 2025 kamen mehr als 70 neue Kolleginnen und Kollegen hinzu, im laufenden Jahr 2026 schon mehr als 40 weitere. Auch wirtschaftlich hat sich das Unternehmen in dieser Zeit vervielfacht: Der Umsatz stieg von rund 4 Millionen Euro im Jahr 2014 auf mittlerweile mehr als 50 Millionen Euro im Jahr 2024.
Den erfolgreichen Wachstumskurs erklärt CEO Lennart Schulenburg so: „Hersteller und Abnehmer sicherheitskritischer Komponenten sind überall auf der Welt gefordert, massiv in ihr Qualitätsmanagement zu investieren. Das heißt, der Markt ist da – aber natürlich sind wir nicht alleiniger Anbieter. Einige Wettbewerber sind auch Konzerne, denen man auf den ersten Blick mehr Schlagkraft und Professionalität zutraut als einem Familienunternehmen aus Ostholstein. Doch die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen war schon immer abhängig von der eigenen Offenheit gegenüber zeitgemäßer Technik und der Fähigkeit, diese frühzeitig in den Arbeitsalltag zu integrieren. Genau hier ist VisiConsult stark aufgestellt: Wir bringen Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz nicht nur in die Lösungen für unsere Kunden, sondern setzen sie auch in unseren eigenen Prozessen ein. Und weil bei uns nicht die Maschine, sondern der Kunde mit seinem konkreten Bedarf im Mittelpunkt steht, können wir nicht nur flexibler reagieren als so mancher Konzern – unsere Kunden fühlen sich bei uns auch einfach besser betreut.“







