Foto: Arno Reimann
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Kiel – In der Gemeinde Lensahn kann das zentrale Projekt der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ beginnen: Der Neubau der Bücherei. Das Innenministerium hat dafür jetzt bis zu 8,22 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel freigegeben.

Die neue Bücherei ist als moderner, offener Treffpunkt konzipiert und stärkt mit ihren Angeboten die Ortsmitte. Lensahn sichert hiermit die Versorgung mit Bildungs-, Kultur- und Beratungsangeboten für die Gemeinde und ihr Umland.

Das Besondere an dem Projekt ist die Bündelung mehrerer bislang an unterschiedlichen Orten angebotenen Nutzungen an einem Standort. Auf dem Grundstück der bisherigen Gemeindebücherei werden neben der neuen Bücherei auch die Volkshochschule, ein Archiv sowie ein Jugendclub entstehen und soziale Beratung angeboten werden. Bildung, Begegnung und Unterstützung werden miteinander verknüpft. Es entsteht ein multifunktionaler Ort mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.

Bei der Planung hatte die Gemeinde eine umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt, um den Bedürfnissen, den Wünschen und Vorschlägen der Bevölkerung bestmöglich Rechnung tragen zu können. Der Neubau der Bücherei ist ein Beispiel für gut durchdachte Innenentwicklung und die Sicherung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. Das Projekt hat das Potential, als Vorzeigeprojekt über die Region hinaus Wirkung zu entfalten.

Städtebauliche Gesamtmaßnahme „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“

Die städtebauliche Gesamtmaßnahme der Gemeinde Lensahn wurde im Jahr 2010 in das Bund-Länder-Programm „Kleine Städte und Gemeinden“ aufgenommen und 2022 in das Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ überführt. Das Ziel des Bund-Länder-Programms ist es, Stadt- und Ortsteilzentren zu stärken und aufzuwerten, um so dem Strukturwandel in Stadt- und Ortsmitten zu begegnen. Auf Grundlage eines übergeordneten Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge strebt die Gemeinde Lensahn unter Einbeziehung der umliegenden Gemeinden die Sicherung zentraler Versorgungsbereiche im ländlichen Raum an.

Seit dem vergangenen Jahr werden Städtebauförderungsmaßnahmen mit Bundesmitteln, Mitteln aus dem Vorwegabzug Städtebauförderung des Kommunalen Finanzausgleichs und der jeweiligen Stadt oder Gemeinde umgesetzt.

Mehr Informationen zur Städtebauförderung: schleswig-holstein.de/staedtebaufoerderung