Lübeck – Angesichts der jüngsten Anschläge auf Parteibüros in Flensburg und Kiel ruft das Reichsbanner zu einer großen Demonstration gegen politische Gewalt auf. Die Kundgebung beginnt am Sonnabend, 11. April, um 15 Uhr auf dem Markt in Lübeck.
Mit gewaltsamen Übergriffen auf demokratische Parteien und rechtsextremer Propaganda wurden am Osterwochenende nicht nur demokratische Institutionen attackiert. Die Täter nahmen bewusst in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen. Ihre Angriffe
richten sich nicht nur gegen Einzelne: Sie sind alarmierende Zeichen einer zunehmenden Radikalisierung und zielen auf unsere demokratische Kultur insgesamt. Das Reichsbanner zeigt sich tief besorgt über diese Entwicklungen und stellt sich
entschieden gegen jede Form von politischer Gewalt und Extremismus: „Als historischer Schutzverband für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wurde das Reichsbanner 1924 gegründet und hat eine klare Mission: den Schutz der freiheitlichdemokratischen Grundordnung. In Zeiten wachsender politischer Spannungen ist es wichtiger denn je, Haltung zu zeigen und auch über Parteigrenzen hinweg für ein friedliches Miteinander einzutreten.
„Wir stehen für unsere liberale Demokratie, für Freiheit, Respekt und Menschenrechte – gegen Gewalt und Intoleranz“, so Dr. Jan Schenkenberger vom Landesvorstand des Reichsbanners. „Wir wollen unsere Solidarität mit den Angegriffenen zum Ausdruck bringen und deutlich machen, dass Gewalt keinen Platz in unserer Gesellschaft und in der politischen Auseinandersetzung haben darf.“
„Als Lübeckerinnen und Lübecker sehen wir uns in der Pflicht, klar Position zu beziehen. Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Parteien, Vereine und Initiativen unserem Aufruf angeschlossen haben,“ ergänzt Tarek Kayser, Mitglied im Reichsbanner: „Die Verteidigung der
Demokratie ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso wichtiger ist es, zu zeigen: Wir stehen fest an ihrer Seite, rechte Extremisten haben hier keinen Platz!“
Alle Bürgerinnen und Bürger, demokratische Parteien, Organisationen und Vereine sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und ein Zeichen für ein weltoffenes, respektvolles und friedliches Zusammenleben zu setzen.









