Foto: Arno Reimann
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Kiel – Die heute (30.4.) veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen hat Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen zunächst wie nachstehend kommentiert: „Die aktuellen Zahlen zeigen eine stabile Entwicklung am Arbeitsmarkt mit ersten saisonalen Impulsen. Für viele Auszubildende beginnt nun die Abschlussphase ihrer Ausbildung und damit stellt sich auch die Frage, ob sie in ihrem Betrieb oder Unternehmen übernommen werden. Die Übernahme von Auszubildenden bleibt ein zentraler Hebel zur Fachkräftesicherung. Gerade in Zeiten, in denen viele Betriebe über Nachwuchsmangel klagen, ist es entscheidend, gut qualifizierte junge Fachkräfte im eigenen Unternehmen zu halten. 

Wichtig ist, die Potenziale der Auszubildenden konsequent zu nutzen und frühzeitig Perspektiven für eine Weiterbeschäftigung zu schaffen. Ebenso wichtig ist ein verlässliches Übergangsmanagement für diejenigen, die nicht unmittelbar übernommen werden können. Das Projekt „Regionale Ausbildungsbetreuung“ im Landesprogramm Arbeit 2021 – 2027 unterstützt dabei, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden oder auch neue Betriebe zu finden, sofern keine Übernahme des Ausbildungsbetriebes gesichert ist.“

Die Veröffentlichung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales lautet wie nachstehend: „Nachdem es in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres positive Konjunktursignale gegeben hat, verhindern nun die Auswirkungen des Iran-Krieges vorerst eine wirtschaftliche Erholung. Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich deutlich verschlechtert. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt bleibt vor diesem Hintergrund schwach. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben im April zwar abgenommen, allerdings nur wenig; saisonbereinigt sind beide gestiegen.

Das Risiko, durch den Verlust der Beschäftigung arbeitslos zu werden, ist im langjährigen Vergleich trotz kontinuierlicher Anstiege nach wie vor relativ gering; gleichzeitig sind aber die Chancen, Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung zu beenden, historisch niedrig. Die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Februar saisonbereinigt weiter gesunken. Die Inanspruchnahme von konjunktureller Kurzarbeit hat im Februar etwas zugenommen und liegt immer noch auf einem etwas erhöhten Niveau.


Soziale Sicherung bei Arbeitslosigkeit
Im April 2026 gab es nach vorläufiger Hochrechnung der Statistik der Bundesagentur für Arbeit in der Summe 4.831.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter, die Lohnersatzleistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Bürgergeld für erwerbsfähige Leistungsberechtigte) erhalten haben. Unterteilt nach Rechtskreisen, bezogen im April 2026 rund 1.070.000 Menschen Arbeitslosengeld, während 3.826.000 Menschen Ansprüche auf Grundsicherung für Arbeitsuchende hatten. Die Zahl der Leistungsbezieher von Arbeitslosengeld ist binnen eines Jahres um 93.000 gestiegen. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende wurden seit April des vergangenen Jahres 125.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte weniger gezählt.