
Ostholstein – Kofferpacken, Reiseunterlagen, Ersatzschlüssel – vieles gilt es zu bedenken, bevor der Urlaub starten kann. Dabei sollte die Reiseapotheke nicht vergessen werden, damit der Urlaub gesund genossen und im Krankheitsfall schnell gehandelt werden kann. Eine gut sortierte Reiseapotheke ist unverzichtbar. Sie enthält als Grundlage alle Medikamente in ausreichender Menge, die auch zuhause regelmäßig eingenommen werden.
Darüber hinaus gilt: Der Inhalt der Reiseapotheke sollte auf jeden Fall auf die Belange des Zielortes und auch auf die Bedingungen der An- und Abreise abgestimmt sein. Die Zusammenstellung richtet sich aber auch nach dem persönlichen Gesundheitszustand der Reisenden. „Eine gute Reisevorbereitung ist für chronisch kranke Reisende, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, besonders wichtig. So sollte bereits vor Reiseantritt sichergestellt sein, dass die benötigten Arzneimittel auch in ausreichender Menge vorrätig sind“, rät AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.
Reiseapotheke dem Urlaubsziel anpassen
Ruhe und Natur auf den Faröer-Inseln, eine Rundreise durch Italien oder ein Badeurlaub an der Ostsee erfordern eine jeweils andere Zusammenstellung der Reiseapotheke als eine Fernreise nach Thailand oder Mexiko. Für Letztere stehen Medikamente gegen eine der häufigsten Reisekrankheiten schlechthin ganz oben auf der Liste: den Reisedurchfall. Bei Reisen in Malariagebiete, wie sie in Afrika, Asien und Lateinamerika vorkommen, gehören Malariamedikamente in die Reiseapotheke.
Auswahl aus der Hausapotheke mitnehmen
Für unterwegs ist ein Desinfektionsmittel für die Hände hilfreich – am besten jederzeit griffbereit. Schmerz- und Fiebermittel sollten immer dabei sein. Ist Reiseübelkeit ein Thema, sollte ein Mittel dagegen griffbereit sein und frühzeitig eingenommen werden. Flugreisende sollten bei Bedarf befeuchtende Augentropfen und Nasenspray gegen die Trockenheit im Handgepäck mitführen. Wenn es in die Sonne geht, ist neben einer ausreichenden Menge Sonnenschutzmittel je nach Hauttyp, auch eine kühlende Salbe gegen Sonnenbrand ein wichtiger Reisebegleiter. Insektenschutzmittel und juckreizstillendes Gel gegen Insektenstiche haben sich schon auf vielen Reisen bewährt.
Zecken-Prophylaxe
Wer sich viel in der freien Natur aufhält, sollte sich über Zecken-Risikogebiete informieren und vorsichtshalber eine Zeckenzange oder -karte einpacken. Vorsichtig und rechtzeitig entfernt, ist eine Infektion mit den gefährlichen Erregern, die von den Zecken übertragen werden, unwahrscheinlicher.
Medikamente richtig lagern – auf Verfallsdatum achten
Die Reiseapotheke wird durch Verbandmaterial wie Schere, sterile Kompressen, Mullbinden, Pflaster, Einmalhandschuhe sowie Wund- und Heilsalben ergänzt. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die meisten Medikamente unter 25 Grad Celsius gelagert werden sollen. Insbesondere Arzneimittel, die im Kühlschrank aufzubewahren sind, wie beispielsweise Insuline, erfordern auf Reisen besondere Vorbereitungen und können die Reiseplanung erschweren. Der gesamte Inhalt der Reiseapotheke – auch Verbandstoffe und Pflaster- sollte außerdem regelmäßig auf das Verfallsdatum hin überprüft werden.
Impfschutz
Wer in fernen Ländern Urlaub machen möchte, sollte sich über die von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfohlenen Reiseschutzimpfungen für das jeweilige Urlaubsland informieren. Die Impfungen schützen vor gefährlichen Krankheiten wie z.B. Cholera, FSME, Malaria (Tablettenprophylaxe), Tollwut, Gelbfieber oder Hepatitis A/B. Reiseimpfungen gehören jedoch nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.
Mehr Infos rund um Reisen und Medizin gibt es im Internet unter ww.aok.de/nw in der Rubrik ‚Gesundheitsmagazin‘ unter dem Thema ‚Reisen‘ Reiseapotheke: Diese Medikamente sollten mit in den Urlaub








