Lübeck – Im Stadtteil Moisling kann der Neubau einer Kindertagesstätte mit Familienzentrum beginnen. Die Einrichtung stärkt die soziale Infrastruktur in dem Stadtteil und ist ein Schlüsselprojekt der städtebaulichen Planung für die „Neue Mitte Moisling“. Die voraussichtlichen Gesamtkosten liegen bei rund 6,7 Millionen Euro. Das Innenministerium hat dafür jetzt bis zu 1,956 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel freigegeben. Zudem wird das Projekt mit Neubauzuschlägen nach dem KiTaG unterstützt. Einen weiteren Teil der Kosten übernimmt der zukünftige Träger der Einrichtung.
Durch den Neubau im Eulenspiegelweg kann die stark sanierungsbedürftige „Familien-Kiste“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite ersetzt werden. Die Kitagruppen werden von drei auf fünf erweitert. Damit wird die Kinderbetreuung für die Altersgruppen von 1 bis 6 Jahren ausgeweitet. Die Kita erhält einen vielseitigen Außenbereich mit Sandspielflächen, Klettermöglichkeiten und Grünbereiche.
Das Gebäude bietet neben den Betreuungsräumen eine gemeinschaftliche Multifunktionsfläche mit einer Bewegungshalle und einem Veranstaltungsraum. Die Flächen stehen nicht nur dem Familienzentrum und der Kindertagesstätte, sondern ganz Moisling für Veranstaltungen zur Verfügung. So entstehen nicht nur moderne Betreuungsplätze, sondern auch ein Treffpunkt für die gesamte Nachbarschaft.
Für das Vorhaben wurde 2024 ein Architektenwettbewerb ausgelobt. Die Arbeitsgemeinschaft 2ba Architekten (Stuttgart) gemeinsam mit kern Landschaftsarchitektur (Mockmühl) erhielt den Zuschlag. Ihr Entwurf sieht für die Kita und das Familienzentrum ineinander verschränkte Riegel vor, wodurch vor dem Gebäude ein neuer Platz für die Neue Mitte Moisling entsteht. Die Fassade wird mit Holz verkleidet. Das Dach wird begrünt und eine Dachterrasse ergänzt die Nutzungsmöglichkeiten für die Kita und das Familienzentrum.
Städtebauliche Gesamtmaßnahme „Moisling“
Die städtebauliche Gesamtmaßnahme der Hansestadt Lübeck wurde im Jahr 2012 in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen und 2024 in das Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ überführt. Für die städtebauliche Gesamtmaßnahme wurden bislang inklusive des kommunalen Anteils Städtebauförderungsmittel in Höhe von rund 12,6 Millionen Euro bereitgestellt.
Seit dem vergangenen Jahr werden Städtebauförderungsmaßnahmen mit Bundesmitteln, Mitteln aus dem Vorwegabzug Städtebauförderung des Kommunalen Finanzausgleichs und der jeweiligen Stadt oder Gemeinde umgesetzt.
Mehr Informationen zur Städtebauförderung: schleswig-holstein.de/staedtebaufoerderung









