Foto: Arno Reimann
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Lübeck – Der Lindenplatz – auch als „Lindenteller“ bekannt – ist seit vielen Jahren einer der problematischsten Verkehrsknotenpunkte in Lübeck. Besonders häufig kommt es dort zu gefährlichen Situationen und Unfällen zwischen Autos und Radfahrern. Durchschnittlich werden rund 40 Unfälle pro Jahr polizeilich erfasst. Deshalb besteht dringender Handlungsbedarf.

Die Hansestadt Lübeck plant deshalb eine kurzfristige Umgestaltung des Kreisverkehrs. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit schnell zu verbessern, bis zu einem späteren grundlegenden Umbau des gesamten Platzes. Ein entsprechender Beschlussvorschlag liegt der Politik zur Beratung vor.

Warum ist der Umbau notwendig?

Der heutige Kreisverkehr am Lindenplatz entspricht in seiner bisherigen Form nicht mehr den geltenden rechtlichen und verkehrstechnischen Anforderungen. Insbesondere die Führung des Radverkehrs in dem mehrspurigen Kreisverkehr ist nach heutigen Regelwerken nicht zulässig. Gleichzeitig zählt der Lindenplatz seit Jahren zu den auffälligsten Unfallschwerpunkten in Lübeck.

Ziel der geplanten Umgestaltung ist daher in erster Linie, diesen Unfallhäufungspunkt zu entschärfen und eine rechtssichere sowie verkehrssichere Lösung für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen. Wenn sich dadurch zugleich auch das persönliche Sicherheitsempfinden vieler Radfahrender verbessert, ist das ein zusätzlicher positiver Effekt.

Was wird konkret verändert?

Die neue Übergangslösung sieht mehrere Maßnahmen vor:

·       Der Radverkehr wird künftig überwiegend außerhalb des Kreisverkehrs geführt.

·       Neue Querungsstellen für Radfahrer werden eingerichtet, damit Straßen sicher überquert werden können.

·       Ein vorhandener Zebrastreifen in der Hansestraße wird näher an den Kreisverkehr verlegt und ergänzt.

·       Vom Holstentor kommend wird eine bisherige Fahrspur künftig als Radfahrstreifen genutzt.

·       Einige Ein- und Ausfahrten werden für Autos auf eine Spur reduziert, um die Verkehrsführung übersichtlicher und sicherer zu machen.

Umsetzung in den Sommerferien 2026 geplant

Die Bauarbeiten sollen in den Sommerferien 2026 stattfinden. Für die Umsetzung sind rund sechs bis acht Wochen vorgesehen. Die Ferienzeit wurde bewusst gewählt, weil dann insgesamt weniger Verkehr unterwegs ist.

Langfristig ist ein kompletter Neubau geplant

Die jetzt vorgestellte Maßnahme ist eine Übergangslösung. Parallel arbeitet die Hansestadt Lübeck an weiteren Konzepten für einen grundlegenden Umbau des Lindenplatzes, um Sicherheit und Verkehrsfluss dauerhaft zu verbessern.