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Kiel – „Unser Ziel ist, möglichst flächendeckend besondere Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäuser und Pflegeheime sowie Unfallhäufungsstellen und Deliktsbrennpunkte einzubeziehen. Wir werden an Streckenabschnitten kontrollieren, die aufgrund der örtlichen Verhältnisse besondere Gefahrenstellen sind”, erklärt Uwe Thöming, der im Landespolizeiamt Schleswig-Holstein zuständig für die Verkehrssicherheitsarbeit ist. „Nicht angepasste und überhöhte Geschwindigkeit zählt zu den Hauptunfallursachen. Die Höhe der Geschwindigkeit entscheidet oftmals über die Schwere der Unfallfolgen. Wir wollen daher sensibilisieren und das Geschwindigkeitsniveau dauerhaft senken”, so Thöming weiter.

In der Verkehrssicherheitsarbeit legt die Landespolizei Schleswig-Holstein in der kommenden Woche (14. Bis 20. September) einen besonderen Schwerpunkt auf die Überwachung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und die Bekämpfung von Aggressionsdelikten im Straßenverkehr. Weiterhin stehen die verbotene Nutzung von Mobiltelefonen und anderen elektronischen Geräten durch Fahrzeugführer, sowie Verstöße gegen die Gurtpflicht im Focus. Eine Woche lang wird im ganzen Land verstärkt kontrolliert. Die Aktion ist europaweit abgestimmt und vernetzt über ROADPOL (European Roads Policing Network).

Die Landespolizei kontrolliert regelmäßig das ganze Jahr über, ergänzt diese Kontrollen jedoch mehrmals im Jahr mit europaweit abgestimmten Schwerpunktwochen, zum Beispiel  zu Alkohol und Drogen, Schwerlastverkehr, Gurtpflicht und Ablenkung sowie Geschwindigkeit. Die Polizeidirektionen in der Fläche werden dazu nach Verfügbarkeit ihre Kontrolltätigkeiten verstärken.

Im vergangenen Jahr starben auf den Straßen Schleswig-Holsteins insgesamt 100 Menschen, etwa 15.800 sind verletzt worden. Die Landespolizei Schleswig-Holstein setzt daher zur Senkung der Unfallzahlen und Reduzierung der Unfallfolgen auf fortlaufende Überwachungs- und Aufklärungsarbeit, um Risiken und Folgen des Fehlverhaltens im Straßenverkehr deutlich zu machen und repressiv gegen Verstöße vorzugehen.

Zum Hintergrund von ROADPOL

ROADPOL wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern. Das Hauptziel von ROADPOL ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen. Die ständigen Schwerpunktthemen sind unter anderem Geschwindigkeit, Sicherheitsgurt, Alkohol und Drogen und auch der gewerbliche Güter- /Personenverkehr.

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