SH/Frank Peter

Oldenburg i.H. –  Der Bau des Fehmarnbelttunnels zeigt erste Spuren im Wirtschaftsraum Ostholstein. Angesichts des wachsenden Bedarfs an Gewerbeflächen entlang der künftigen Trasse zwischen Deutschland und Dänemark erweitert die Stadt Oldenburg in Holstein ihr Gewerbegebiet „Am Voßberg“ um 4,5 auf fast 37 Hektar. Für das 2,2 Millionen Euro teure Vorhaben überbrachte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz am 5.6. an Bürgermeister Jörg Saba einen Förderbescheid des Landes in Höhe von 1,3 Millionen Euro.

 „Mit dieser Investition nutzen Sie Ihre einmalige große Chance auf Ansiedlungen und Wachstum, die ihnen dieser nordeuropäische Brückenschlag bietet“, sagte Buchholz. Zuvor hatte der Minister die Fehmarnsundquerung besucht. Dort finden derzeit ebenfalls erste Vorbereitungen für eine neue Querung zwischen Fehmarn und Festland statt.

Buchholz erinnerte daran, dass ein Gutachten im Bereich des Fehmarnbelt-Hinterlandes insgesamt 20 Standorte mit hohem Entwicklungspotenzial vorsehe. Dabei sei die Erweiterung des Gewerbegebiets „Am Voßberg“ noch nicht einmal eingeschlossen. Aus seiner Sicht sprechen „viele gute Gründe“ für den Investitions-Schritt der Stadt: „Die Verkehrsanbindung ist bereits vorhanden, hier wird im Gegensatz zu einem neuen Gewerbegebiet sparsam mit dem Flächenverbrauch umgegangen und auch die bereits ansässigen Unternehmen werden durch neue Nachbarn profitieren“, so der Minister.

 Auch über Oldenburg hinaus sei die Nachfrage nach Flächen enorm groß. So beabsichtige Oldenburg unter anderem, sich zusammen mit Lensahn und Heiligenhafen künftig auch am 21 Hektar großen interkommunalen Gewerbegebiet Gremersdorf an der A1 zu beteiligen.

Buchholz: „Aus meiner Sicht darf es im Fehmarnbelt-Korridor für die Erschließung neuer Gewerbeflächen gern viele Nachahmer geben. Davon profitiert nicht nur der Kreis Ostholstein, sondern auch die gesamte Region HanseBelt.“

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