Über den Impfstoff AstraZeneca werden heute Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beraten. Wie das Gesundheitsministerium von Schleswig-Holstein mitteilt, werden alle Impfungen mit AstraZeneca gestoppt. Die gebuchten Termine werden bis Freitag, 19. März ausgesetzt – so wie in einigen anderen Ländern, nachdem mehrere Thrombose-Fälle nach dem Einsatz des AstraZeneca bekannt geworden waren.

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„Wir halten uns in Schleswig-Holstein – wie schon in der vergangenen Woche angekündigt – strikt daran, was die zuständigen europäischen und die nationalen Behörden empfehlen, und zwar bei allen Impfstoffen”, sagte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg in Kiel. Nachdem die Bundesregierung die Verimpfung von AstraZeneca ausgesetzt habe, habe die Landesregierung dies umgehend auch in Schleswig-Holstein  umgesetzt. „Nach Mitteilung des Bundes wird die Europäische Arzneimittelbehörde EMA entscheiden, welche Auswirkungen die aktuellen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes haben. Dies müssen wir nun abwarten – Sicherheit geht vor.”

In Schleswig-Holstein sollen die Impfungen mit AstraZenreca nun pausieren. Wie das Gesundheitsministerium in Kiel weiter mitteilte, werden zunächst alle gebuchten Termine für die nächsten vier Tage, bis einschließlich Freitag, 19.3. und die damit verbundenen Zweitimpfungs-Termine storniert. Gebuchte Impfungen mit den Impfstoffen von BioNTech und Moderna werden weiterhin wie geplant vorgenommen.

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Der Sieben-Tage-Inzidenzwert, der die Zahl der Corona-Neuinfektionen der vergangenen Tage berechnet auf 100.000 Einwohner darstellt, ist bundesweit weiter gestiegen – von 82,9 (gestern) auf 83,7 gestiegen. Am 15. Februar lag der Wert noch bei 58,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5.480 Corona-Neuinfektionen gemeldet – das sind 1228 Fälle mehr als vor einer Woche. Außerdem wurden 238 Todesfälle verzeichnet.

In Schleswig-Holstein ist der Inzidenzwert im Landesdurchschnitt auf 51,1 gestiegen – mit einem Spitzenwert von 87,3 im Kreis Segeberg. Für den Kreis Ostholstein wird ein Wert von 33,9 angegeben, für die Hansestadt Lübeck 41,1.

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Engagement der Fahrdienste zum Impfzentrum gewürdigt. Der Vorsitzende des Beirats für Seniorinnen und Senioren des Kreises Ostholstein, Wilfried Lühr, zeigte sich sehr erfreut, dass bereits zahlreiche Menschen über 80 Jahre das Angebot zur Impfung im Kernzentrum in Eutin wahrgenommen haben und durch die weitgehend abgeschlossenen Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen nunmehr die besonders vulnerable Gruppe der pflegebedürftigen Menschen gut gegen schwere Verläufe einer COVID-19-Erkrankung geschützt sind.

Sehr positiv, so Wilfried Lühr, sei auch die Erfahrung, dass sich engagierte Menschen im Kreis Ostholstein bereit erklärt haben, über 80-Jährige zum Impfzentrum nach Eutin zu fahren, wenn dies nicht mit dem ÖPNV oder mit Hilfe von Nachbarn, Freunden oder Familienangehörigen möglich war. So gäbe es viele örtliche Initiativen von Verbänden, Hilfsorganisationen oder der Kirche, die Fahrdienste für diese Personengruppe organisieren, häufig auch mit tatkräftiger Unterstützung der Kommunen.

Sofern über 80-Jährige jedoch dennoch Bedarf für einen Fahrdienst haben sollten, können sie sich gerne an ihn oder an die örtlichen Seniorenbeiräte oder Beauftragte wenden, da dort eine Liste der Ansprechpartner zur Verfügung steht. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, appelliert Wilfried Lühr an alle impfberechtigten älteren Menschen, nicht zu früh in den Impfzentren zu erscheinen. Wer einen Termin hat und die Voraussetzungen erfüllt, wird auch geimpft.

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Die Stadtbücherei in Bad Schwartau ist jetzt wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Das Betreten der Räume ist nur mit einer medizinischen Maske oder einer FFP2-Maske gestattet. Da die Leserdaten für den Fall einer nötigen Rückverfolgung erfasst werden, ist neben dem Leserausweis auch der Personalausweis mitzubringen. Einlass für maximal 20 Minuten gibt es für jeweils höchstens 20 Personen: montags und donnerstags von 9.30 bis 18 Uhr; mittwochs und freitags von 9.30 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 9.30 bis 13 Uhr.

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Vollsperrung eines Teilbereichs der Straße Am Kuhof. In Oldenburg in Holstein wird die Straße Am Kuhof vom 22.3. bis zum 21.6. ab in Höhe Tennisplätze aufgrund anstehender Sanierungsarbeiten voll gesperrt. Die Verbindungsstraße von Am Kuhof zum Parkplatz des Oldenburger Stadtmarktzentrums bleibt zugänglich. Im gleichen Zuge wird der westliche Gehweg ab in Höhe Tennisplätze gesperrt. Fußgänger können den östlichen Gehweg nutzen, um das Gymnasium zu erreichen. Der beim Heizkraftwerk befindliche Parkplatz des Gymnasiums und die dort befindlichen Fahrradständer befinden sich im gesperrten Bereich und können nicht genutzt werden. Für die entstehenden Verkehrsbehinderungen wird um Verständnis gebeten.

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