Foto: Arno Reimann
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Ostholstein – Zum heutigen bundesweiten Apotheken-Protesttag erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der
SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls: ,,Der Apotheken-Protesttag lenkt die Aufmerksamkeit auf die aktuelle Situation und die Herausforderungen, mit denen viele Apotheken auch in Schleswig-Holstein konfrontiert sind.

Apotheken sind ein wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung. In einem Flächenland wie Schleswig- Holstein liegen viele Orte weit auseinander und die Wege sind dadurch länger. Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, eine Apotheke in erreichbarer Nähe zu haben. Dabei geht es nicht nur um die Abgabe von Medikamenten, sondern auch um persönliche Beratung und eine verlässliche Anlaufstelle.

Es macht für Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande also einen echten Unterschied, ob eine ländliche Apotheke oder eine Städtische schließt, wo die Nächste dann nur in 200 m Entfernung ist. Im Zentrum von Schleswig, Stadtweg habe ich fünf Apotheken, während der gesamte südliche Stadtteil Friedrichsberg und die umliegenden Gemeinden mit nur einer Apotheke auskommen müssen.

In diesem Zusammenhang spielt auch das veränderte Nutzungsverhalten eine Rolle. Wer seine Medikamente nur in Online-Apotheken bestellt, sollte sich über den Rückgang der Apotheken nicht wundern.

Die Zeiten, in der jeder kleine Ort eine Apotheke hat, gehören leider der Vergangenheit an. Umso wichtiger sind ergänzende Dienste, wenn Apotheken beispielsweise Lieferdienste anbieten. Viele Apothekerinnen und Apotheker kennen ihre Kundinnen und Kunden seit Jahren. Eine möglichst wohnortnahe Arzneimittelversorgung bleibt weiterhin ein wichtiges Ziel der SPD. Vor allem die Apotheken im ländlichen Raum müssen gestärkt werden.

Der Beruf des Apothekers beziehungsweise der Apothekerin muss sich natürlich auch lohnen. Die Selbstständigkeit
erfordert einen hohen Einsatz von Zeit, Aufwand und Verantwortung und ist mit einer erheblichen Bürokratie belastet. Hier müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden. Es ist auch an der Zeit, dass das Fixum nach 13 Jahren mal angehoben wird.“