Berlin – Mit einer Initiative im Bundesrat setzt sich Schleswig-Holstein für eine deutliche Senkung des Zuckergehalts in Softdrinks sowie eine gesetzliche Altersgrenze von 16 Jahren für den Verkauf von Energy-Drinks ein. Einen entsprechenden Entschließungsantrag stellte Ministerpräsident Daniel Günther am 27. März in der Länderkammer in Berlin vor.
„Übermäßiger Zuckerkonsum ist ein ernstes Gesundheitsrisiko. Wissenschaftliche Gutachten zeigen, dass zu viel Zucker bereits im Kindesalter zu Übergewicht, Diabetes, Fettleber und Karies führen kann und das Gesundheitssystem stark belastet“, sagte Günther. Um Anreize für Produzenten zu schaffen, den Zuckergehalt in Limonaden und anderen Erfrischungsgetränken zu senken, solle die Bundesregierung daher eine entsprechende Steuer oder andere Abgabe auf den Weg bringen. Die durch diese „Zuckersteuer“ entstehenden Einnahmen sollten zielgerichtet in Prävention und Gesundheitsaufklärung für junge Menschen fließen.
Gleichzeitig solle die Bundesregierung eine gesetzliche Altersgrenze von 16 Jahren für den Verkauf von Energy-Drinks einführen, so Günther. Diese Getränke würden oft hohe Mengen an Koffein und Zucker sowie weitere stimulierende Stoffe enthalten und könnten bei Kindern und Jugendlichen Herzrasen, Schlafstörungen und einen erhöhten Blutdruck auslösen.
„Unter Fachleuten aus dem Gesundheitswesen gibt es breite Unterstützung für eine Zuckerabgabe und auch für die Altersbeschränkung bei Energy-Drinks“, sagte der Regierungschef. Auch gesellschaftlich erfahre das Vorhaben einen großen Rückhalt. Die bisherigen Versuche zur Einschränkung des Konsums, beispielsweise die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft, Informationskampagnen sowie Kennzeichnungspflichten, seien nicht ausreichend, um den Zuckergehalt nachhaltig zu senken. Günther: „Mit unserer Initiative schlagen wir einen ausgewogenen und praktikablen Weg vor. Er setzt auf wirksame Anreize und stellt den Schutz junger Menschen in den Mittelpunkt.“









