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Kiel –  Saisonbedingt ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2021 im Vergleich zum November leicht angestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit meldet 79.201 Arbeitslose, 1,7 Prozent (+1.344) mehr als im Vormonat, aber 14,7 Prozent (-13.623) weniger als im Dezember 2020. „Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen zeigt noch keine vierte Coronawelle. Die Zahl der Anträge auf Kurzarbeitergeld nehmen seit November allerdings wieder zu“, sagte Arbeits- und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz zu den aktuellen Zahlen.

Die Arbeitslosenquote liege bei 5,0 Prozent. Es gebe jedoch auch Lichtblicke, so der Minister. „Verglichen mit Dezember 2019 liegt die aktuelle Zahl der Arbeitslosen mit 79.201 fast wieder auf dem Niveau von vor der Coronapandemie.“ Demnach gab es im Dezember 2019 79.003 Arbeitslose und somit nur 198 weniger als im Dezember 2021. „Das ist sehr positiv und zeigt, dass der schleswig-holsteinische Arbeitsmarkt sehr robust ist“, so Buchholz.

Sorge mache hingegen eher der Ausbildungsmarkt, hier seien die Auswirkungen der Pandemie deutlicher zu spüren. „Wir müssen mehr junge Menschen ausbilden, um dem steigenden Fachkräftebedarf zu begegnen. Gerade im Gesundheits- und Pflegebereich, im Tourismus, der Gastronomie und der Logistik hat die Coronakrise die Lage sichtbar verschärft“, betonte der Minister. Deswegen werde unter anderem die Berufsorientierung an Schulen im neuen Landesprogramm Arbeit unterstützt. „Mit dem Handlungskonzept STEP fördern wir unabhängige Coaches an allgemeinbildenden Schulen, die Jugendlichen bei der Wahl eines passenden Ausbildungsberufs helfen“, so Buchholz. Die Unterstützung der Berufsvorbereitung an den berufsbildenden Schulen durch solche Coaches werde ebenfalls gefördert. Buchholz betonte zudem: „Ein Ausbildungsstart ist nicht zwangsläufig an den 1. August eines Jahres gebunden, denn viele Betriebe bieten mittlerweile laufende Bewerbungsfristen und Ausbildungsstarts nach Absprache an.“

Weiterhin positiv verlaufe nach Worten des Ministers die Beschäftigungsentwicklung bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Nach vorläufigen Werten von Oktober 2021 stieg hier die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent (+19.600) auf 1.045.600. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei erneut um ein Prozent im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Um diesen Trend zu unterstützen, fördere das Land aus dem Landesprogramm Arbeit in diesem und im kommenden Jahr 13 Projekte zur Integration Arbeitsloser und Langzeitarbeitsloser mit 5,8 Millionen Euro.

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