Foto: arstodo
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Kiel – Auch in diesem Jahr unterstützt das Land die Kastration von freilebenden Katzen: Ab dem 14.2. kann die Kastration von freilebenden Tieren erneut über einen von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein verwalteten Fonds abgerechnet werden. Voraussetzung ist, dass sich die Tiere nicht in fester menschlicher Obhut befinden. Das Angebot richtet sich insbesondere an Tierschutzvereine und ist ein Gemeinschaftsprojekt von Tierschutzverbänden, Tierärzteschaft, Kommunaler Familie, Landesjagdverband und dem Land Schleswig-Holstein.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Aktion und der damit verbundenen Übernahme der Behandlungskosten ist, dass die Katzen in einer der teilnehmenden Gemeinden gefangen wurden und dass von denjenigen, die eine Katze zur Kastration bringen, ein dafür vorbereiteter Vordruck ausgefüllt und unterschrieben wird. Der Vordruck bestätigt, dass es sich tatsächlich um eine freilebende Katze handelt. Alle erforderlichen Dokumente (Liste der teilnehmenden Gemeinden, Vordruck und Datenschutzerklärung) befinden sich auf der Webseite www.gegenkatzenelend.schleswig-holstein.de

Die Kosten für die Kastration werden in voller Höhe übernommen: 25 Euro durch Spende (Honorarverzicht) der durchführenden Tierarztpraxen und 59 Euro beziehungsweise 115 Euro Restkostenübernahme durch den Fonds, je nachdem, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt. Alle Katzen müssen nach der Kastration wieder an der Stelle ausgesetzt werden wo sie gefangen wurden. Die Aktion läuft bis zum 14. März. Sollten die finanziellen Mittel des Fonds bereits zu einem früheren Zeitpunkt erschöpft sein, wird die Aktion vorzeitig durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein beendet. Die teilnehmenden Gemeinden übernehmen 50 Prozent der jeweils in der Gemeinde entstandenen Kastrationskosten.

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) stellt für die Kastration freilebender Katzen im Jahr 2022 einen Betrag von 90.000 Euro bereit. Hinzukommen 10.000 Euro des Deutschen Tierschutzbundes und 7.000 Euro des Landesverband Schleswig-Holstein e.V. des Deutschen Tierschutzbundes. Darüber hinaus haben auch Privatpersonen die Möglichkeit, sich finanziell an der Aktion zu beteiligen.

Zwischen 2014 und 2021 wurden in Schleswig-Holstein im Rahmen der Aktion gegen Katzenelend bereits 22.300 Katzen kastriert. Dabei handelte es sich zu rund 60 Prozent um weibliche Tiere und zu rund 40 Prozent um Kater.

Private Halterinnen und Halter von Katzen werden zudem aufgerufen, ihre Katzen in eigener Verantwortung kastrieren zu lassen.

Hintergrund:

Die Zahl von freilebenden, nicht an Menschen gebundenen Katzen steigt stetig. Auf der Suche nach Nahrung werden die Tiere jedoch nicht immer fündig und ein Teil der Tiere ist krank und/oder verletzt. Gleichwohl bekommen die Katzen Nachwuchs. Viele der jungen Katzen werden daher bereits krank geboren und leiden unter Mangelernährung, Parasitenbefall und Infektionen.

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