Ergebnis der TISPOL-Kontrollwoche: 116 Alkoholfahrten beendet

Kiel – Die Landespolizei Schleswig-Holstein hat in der vergangenen Woche im Rahmen einer TISPOL-Kontrollwoche einen Schwerpunkt auf die Kontrolle von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr gelegt. In allen Polizeidirektionen des Landes erfolgten vermehrte Verkehrskontrollen.

„Wir haben 116 Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss direkt beendet, bevor es zu einem Unfall kommen konnte", erklärte Axel Behrends, im Landespolizeiamt zuständig für Verkehrssicherheitsarbeit.

Ziel der Kontrollen war es, die Hauptunfallursache Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wirksam zu bekämpfen und die Unfallzahlen zu senken. „Unfälle, die unter Rauschmitteleinfluss verursacht werden, sind regelmäßig erheblich schwerwiegender als Unfälle, die aus anderem Fehlverhalten resultieren", erläuterte Behrends.

Die Einsatzkräfte kontrollierten mehr als 7.000 Fahrzeugführer, davon standen 116 Fahrzeugführer unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss. In 107 Fällen erfolgte die Entnahme einer Blutprobe, 33 Führerscheine wurden an Ort und Stelle sichergestellt.

Den höchsten Atemalkoholwert stellten die Kräfte bei einem Pkw-Fahrer im Bereich Rendsburg-Eckernförde fest, der gemessene Alkoholwert lag bei 2,78 Promille. Insgesamt leiteten die Kräfte 103 Strafverfahren und 969 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, allein 36 Fahrzeugführer fuhren ohne gültige Fahrerlaubnis. Neben den eigentlichen Maßnahmen aufgrund von Alkohol- und Drogendelikten wurden Verfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr, Verstöße gegen das Betäubungsmittelrecht, Kennzeichenmissbrauch und Zulassungsverstöße eingeleitet.

„Die Landespolizei Schleswig-Holstein setzt zur Senkung der Unfallzahlen und Reduzierung der Unfallfolgen auf fortlaufende Überwachungs- und Aufklärungsarbeit, um Risiken und Folgen des Fehlverhaltens im Straßenverkehr deutlich zu machen und repressiv gegen Verstöße vorzugehen. Die Bilanz der vergangenen Kontrollwoche bestärkt diesen Ansatz", betonte Behrends.

 

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